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Infoplakate und Fledermauskästen entlang der geplanten Trasse (v.l.): Heinrich Greiwing, Antonius Mertenskötter und Jürgen Haase von „Pro Waltrop“.

Kampf gegen B474n

Pro Waltrop lässt nicht locker

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WALTROP - Die geplante Bundesstraße B474n beschäftigt die Aktionsgemeinschaft „Pro Waltrop“ weiterhin. Ihr Credo: „Ohne nachvollziehbaren Nutzen für uns Menschen würde hier lebende Natur durch die Trasse zerstört beziehungsweise vertrieben.“ Deswegen hängten die Mitglieder jetzt Plakaten mit den Hinweisen auf gefährdete Tierarten auf.

Was die streng geschützten Arten anbetrifft, die nach Informationen von „Pro Waltrop“ entlang der geplanten Trasse von Leveringhausen über Oberwiese bis nach Datteln zu Hause sind, handelt es sich um Kauz und Schleiereule, Falke, Habicht und Bussard, Storch, Kiebitz und Lerche, Fledermaus, Specht und Eisvogel, Kröte, Feuersalamander, Eidechse und Hirschkäfer. Die gelte es zu schützen.

Fledermauskästen

An der Schultenstraße in der Nähe der alten Laurentiuskapelle haben die Umweltaktivisten nicht nur ihre Argumente an Pfähle und Posten genagelt. Sie haben auch Fledermauskästen aufgehängt, die von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicap auf dem Natur- und Begegnungsbauernhof (NaBeBa) gebaut worden sind.

Verbesserung durch Ampelschaltung

Im Jahr 2008 stimmten die Waltroper Bürger über die B474n zwischen dem Ende der Autobahn A 45 in Dortmund-Mengede und der Stadt Datteln ab. Mit überraschender Klarheit votierten damals knapp 80 Prozent der an der Befragung teilnehmenden Bürger für die umstrittene Umgehungsstraße.

Dass die Anwohner entlang der Leveringhäuser Straße unter den täglichen Mega-Staus leiden und sich vom Bau der B 747n eine Entlastung der Situation erhoffen, kann Jürgen Haase von „Pro Waltrop“ sehr wohl nachvollziehen. Allerdings, so auch die Meinung von Antonius Mertenskötter und Heinrich Greiwing, sei mit einer intelligenteren Ampelschaltung auf der Leveringhäuser Straße schon eine merkliche Verbesserung zu erreichen. Zudem gebe es kaum eine Stadt weit und breit, die während der sogenannten „Rushhours“ am Morgen und am frühen Abend nicht über Staus klage.

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