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Andreas Semmelmann (gr. Bild, li.) zeigt im Video-Interview mit WZ-Redakteur Martin Behr die beste Häsin der Schau.

Kaninchenschau

Der beste Rammler hoppelt am Abdinghof

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Waltrop - Kaninchen sind tätowiert, strahlen Ruhe aus und werden nach strengen Regeln bewertet. Ein aufschlussreicher Besuch bei den Züchtern des Vereins W414.

Dieser Termin ist der absolute Klassiker unter den Terminen einer Lokalredaktion: Die Kaninchen-Ausstellung des Waltroper Rassekaninchen-Zuchtvereins W414. Wir haben uns die niedlichen Schlappohren einmal genauer angesehen und auch erfahren, warum ein Besuch der Ausstellung eigentlich ein Muss für jeden Waltroper ist.

100 Punkte müssen doppelt bestätigt werden

100 Punkte – die sind das theoretische Maximum, mit denen ein Kaninchen bewertet werden kann. „Aber ein Preisrichter alleine darf die 100 nicht vergeben“, erklärt der Waltroper Züchter Andreas Semmelmann. Die Kriterien sind streng, sehr streng sogar. Damit nicht leichtfertig die Höchstpunktzahl vergeben wird, müsste ein zweiter Preisrichter die 100 bestätigen. „Ein einzelner darf nur 96,5 Punkte vergeben“, sagt Semmelmann.

Zweifelsfrei ist das auch schon eine vorzügliche Bewertung, aber eben nicht der Olymp der Bewertungen. Da bei der Ausstellung der Waltroper Zuchtfreunde jedoch nur ein Preisrichter, der übrigens eine dreijährige Ausbildung machen muss, zugegen war, waren 96,5 Punkte die Bestnote. Und die sind auch zweimal gefallen. Martin Sißmann, Landwirt aus dem Abdinghof, stellt den besten Rammler der Schau – ein männliches Kaninchen der Rasse Kleinsilber hell. Ute Semmelmann kann die beste Häsin ihr Eigen nennen (Kleinsilber havannafarben). Der Preisrichter sprach beiden Tieren 96,5 Punkte zu.

Andreas Semmelmann ist Vereinsmeister

Vereinsmeister wurde indes Andreas Semmelmann (Kleinsilber schwarz, 482 Punkte), auf Rang zwei folgte Martin Sißmann, der zwar punktgleich war, jedoch in der Feinwertung um Nuancen schlechter. Aber was ist denn eigentlich so faszinierend an dem Hobby Kaninchenzucht? Eine Frage, die Andreas Semmelmann für sich persönlich so beantwortet: „Wenn ich früher gestresst von der Arbeit nach Hause kam, haben mich die Kaninchen beruhigt“, erzählt der ehemalige Bergmann unter Tage. Seit dem 14. Lebensjahr ist er inzwischen Züchter.

Dass Kaninchen in der Regel keine Namen haben, sondern in ihre Ohren eine Nummer tätowiert wird, dass sie mitunter ziemlich verschmust sind und noch vieles mehr, sehen und erfahren Sie im hier verlinkten Video-Beitrag.

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