Kein Fall von Faulbrut

Bienen in Waltrop geht es noch gut

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Waltrop - In Herten und Marl hat das Veterinäramt eine Sperrzone eingerichtet, was Bienenstände angeht. Dort wurden nämlich Fälle von amerikanischer Faulbrut gemeldet. Dem Waltroper Hobby-Imker Guntram Hahn von der Gartenstadt ist allerdings hier kein Fall bekannt.

Sind Bienenvölker von der Faulbrut befallen, zersetzen sich ihre Larven und sie sterben nach und nach. Das Problem: Gehen Drohnen in andere Völker, können sie Spuren der Faulbrut auf dieses Volk übertragen – es steckt sich an und stirbt ebenfalls. Darum müssen befallene Völker komplett getötet werden.

Flugstrecke: fünf Kilometer

Ich mache das jetzt seit 25 Jahren“, sagt Guntram Hahn. In dieser Zeit sei ihm nicht bekannt, dass je eine Sperrzone für Bienen in Waltrop hätte eingerichtet werden müssen. Grundsätzlich gehe von den infizierten Insekten in Marl und Herten keine Gefahr aus. „Eine Drohne fliegt maximal fünf Kilometer weit“, berichtet Guntram Hahn. Gefahr bestehe nur, wenn gerade zu dieser Zeit Imker ihre Bienenvölker an andere Standorte – zum Beispiel in die Nähe von Rapsfeldern – bringe. Doch auch das sei für Waltrop eher unbedenklich, da die einzigen Standorte, die sich laut Guntram Hahn anbieten, in der Nähe des Kraftwerks am Löhringhof und in Brambauer seien. Zudem dürften keine Bienen aus der Sperrzone weggebracht werden. Gänzlich ausschließen können die Imker die Gefahr jedoch nicht. Das Einzige, das sie tun können, ist sich gut um ihre Bienenvölker zu kümmern und für eine gute Hygiene in den Völkern zu sorgen. Dazu zählt zum Beispiel, auf keinen Fall altes Futter zu verwenden. Außerdem müsse das Wachs regelmäßig ausgetauscht werden. „Es muss immer alles blitzblank sein“, sagt Guntram Hahn. Er brennt gemeinsam mit seinem Mitstreiter Wilfried Krüger die Rähmchen, in die die Wachsplatten mit den Waben kommen, jede Saison aufs Neue mit einem Gasbrenner aus, um Verunreinigungen zu entfernen. Für Menschen und andere Lebewesen ist diese bakterielle Seuche übrigens ungefährlich. Auch der Verzehr von Honig ist unbedenklich.

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