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Die Klöckner-Siedler haben den Stutenteich gesäubert und allerhand Kurios aus dem Wasser gefischt, wie dieses Türschild einer Praxis an der Hagelstraße.

Klöckner-Siedler packen an

Kuriose Stutenteich-Funde und nette Nachbarn

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Waltrop - Die Klöckner-Siedler haben am Samstag den Stutenteich entmüllt und zum Teil Erstaunliches gefunden. Nun muss der V+E ran und die Stein-Einfassung des Teiches reparieren.

Das Herz ging den zehn Klöckner-Siedlern auf, als am Samstagmorgen eine Nachbarin des Stutenteichs auf der Matte stand. Im Gepäck hatte sie frischen Kaffee und Kuchen – ein kleines Dankeschön für die Siedler, die sich den zugemüllten und verschlammten Stutenteich vorgenommen haben.

Nachbarin hat Wort gehalten

„Die Nachbarin hat Wort gehalten“, freute sich Detlev Dick vom Siedler-Vorstand. Am vergangenen Mittwoch war er gemeinsam mit Detlef Raabe bereits an den Stutenteich gekommen, um sich das „Drama“ anzusehen – quasi als Vorhut. Während der Inaugenscheinnahme kamen die Siedler mit einer Dame ins Gespräch, die sich erkundigte, was an dem kleinen Teich neben dem Seniorenzentrum Hirschkamp geplant sei. Dick und Raabe klärten auf – und die Dame fand das ehrenamtliche Engagement der Klöckner-Siedler so toll, dass sie kurzerhand Verpflegung in Form eines Kuchens ankündigte.

Und das Backwerk war auch dringend nötig, hatten die Siedler doch allerhand zu tun am Samstag: Den Müll aus dem Teich zu fischen, der wegen des abgelassenen Wasser eher einem Tümpel glich, war da noch die harmloseste Aufgabe. Als besonders kräftezehrend stellte sich heraus, die mit Schlamm vollgeschüppten Schubkarren den steilen Hang nach oben zu fahren. Dort hatte der Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) zwei große Container bereitgestellt, in denen Schlamm und Moder entsorgt werden konnten. „Wir sind gut voran gekommen“, resümierte Rudolf Hauerwaas, Vorsitzender der Klöckner-Siedler, schon am Samstagmittag. Gut drei Stunden waren die Helfer da schon an der Schüppe, weitere vier Stunden Maloche sollten folgen.

Und plötzlich taucht ein Türschild auf

Zum Vorschein gekommen ist im Stutenteich derweil einiges, das unter die Kategorie „Kurioses“ fällt. So haben die Siedler etwa ein DIN-A4 großes Türschild einer psychotherapeutischen Praxis an der Hagelstraße im Wasser gefunden. „Das sieht eigentlich noch ganz passabel aus“, stellte Detlev Dick fest. Genau so passabel war mindestens eines der beiden Kinderfahrräder, die versenkt im Teich lagen. Schrottreif war das jedenfalls nicht. Zugegebenermaßen schon bessere Tage hatte ein Samsung-Smartphone gesehen, das die Siedler ebenso gefunden hatten.

Jetzt, da das Wasser einmal abgelassen ist, nutzt laut Detlev Dick auch der V+E die Chance, um den Stutenteich ein wenig aufzuhübschen. So sollen in dieser Woche diverse Rand- und Mauersteine, die ins Wasser geschmissen wurden, neu befestigt werden. Die Teichbewohner konnten übrigens überleben. In der Mitte war noch genug Wasser für die Fische übrig.

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