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Diana Drelmann mit ihren beiden Töchtern Ida (6) und Jette (5) an der Straße "Im Knäppen". Hier gilt Tempo 70, doch nicht jeder hält sich daran.

Im Knäppen

Schwerer Unfall war kein Einzelfall

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WALTROP - Es hat ordentlich gekracht am Montag an der Straße „Im Knäppen“. Vier Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer, als ein Transporter beim Überholen in den Gegenverkehr geriet. Jetzt fordern Anwohner ein Überholverbot.

Angst und bange werde einem bisweilen an der Straße, berichtet Diana Drelmann (33). Tempo 70 sei ausgeschildert, „aber die fahren hier teilweise bestimmt 120“. Drelmanns wohnen mit drei Generationen an der Straße „Im Knäppen“ – Großeltern, Kinder und insgesamt vier Enkelkinder. Der Hof liegt unweit der Einmündung in die Brambauer Straße und dicht an der Stelle, an der am Montagmorgen der schlimme Unfall passierte. „Ich bin sofort rausgelaufen, als ich es krachen hörte“, berichtet Diana Drelmann. Glücklicherweise hätten am Unfallort sofort viele Menschen geholfen, aber solche gefährlichen Situationen erlebe man ständig dort, Unfälle gebe es immer wieder. Wenn auch nicht immer so gravierende wie diesmal.

Kinder fahren mit dem Schulbus

Drelmanns sorgen sich vor allem wegen ihrer Kinder. Ida Drelmann (6) geht seit Kurzem zur Schule, wird vom Schulbus abgeholt und wieder zurückgebracht, und der Bus hält an der Straße. „Da überholen auch immer ganz viele Leute“, hat Diana Drelmann beobachtet. „Obwohl man das kaum einsehen kann.“ Die Straße macht an der Stelle eine Kurve. „Das ist hier richtig zur Rennstrecke geworden“, findet die Mutter zweier Töchter.

Motorradfahrer kam ums Leben

Im Jahr 2008 war „Im Knäppen“ ein Unfall passiert, bei dem ein Motorradfahrer (57) ums Leben kam. Auch das geschah bei einem Überholmanöver: Eine Frau wollte gerade mit ihrem Wagen links in einen Feldweg abbiegen, als der Motorradfahrer zum Überholen ansetzte und vor ihr Auto geriet. „Kann man nicht wenigstens ein Überholverbot einrichten, die Linie durchziehen?“, fragt sich Diana Drelmann. Nachgefragt beim Kreis – „Im Knäppen“ ist eine Kreisstraße – heißt es, die Stelle sei kein Unfallschwerpunkt. Um als solcher zu gelten, müsse es mindestens drei Unfälle in einem Jahr geben, erklärt Sprecher Jochem Manz.

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