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Das „alte“ Kreishaus an der Kurt-Schumacher-Allee in Recklinghausen ist 38 Jahre alt.

Kreishaus-Debatte

Waltroper Politik hat sich jetzt positioniert

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Waltrop - Schon in der Ratssitzung Mitte August hatte das Thema „Resolution zum Kreishaus-Neubau“ auf der Tagesordnung gestanden, und es war auf den Haupt- und Finanzausschuss (HFA) geschoben worden – es bestehe noch Informations- und Beratungsbedarf, hatten unter anderem SPD und Grüne erklärt. Nun ist eine Entscheidung gefallen.

Die Sitzungsvorlage für den HFA am Dienstag fand Monya Buß, Fraktionsvorsitzende der Grünen, allerdings auch nicht sonderlich erhellend. Sie hätte sich mehr Informationen darüber erhofft, was genau bei einem Kreishaus-Neubau auf die Stadt Waltrop zukomme. Bürgermeisterin Nicole Moenikes erklärte, die Stadtverwaltung habe bewusst keine weiteren Informationen geliefert, weil sie sich neutral verhalten wolle.

Es geht auch um die Kreisumlage

Die Abstimmung über die Resolution hatte die CDU-Fraktion beantragt. In der Resolution geht es darum, dass die Entscheidung über den Neubau des Kreishauses, wie er im Juni vom Kreistag beschlossen wurde, rückgängig gemacht werden solle und stattdessen die Sanierung des Kreishauses angestrebt werden solle. Denn, so begründete es CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Vortmann in der HFA-Sitzung noch einmal, die veranschlagten Kosten für einen Neubau von mehr als 120 Mio. Euro würden die kreisangehörigen Städte über eine abzusehende Anhebung der Kreisumlage dann indirekt auch belasten.

Nach einigem Hin und Her wurde dann über die Resolution abgestimmt. CDU, Waltroper Aufbruch und Linke stimmten für die Resolution (acht Ja-Stimmen), zwei Gegenstimmen gab es von FDP und Axel Heimsath (SPD) – er ist Mitglied des Kreistags. Die übrigen SPD-Vertreter sowie die Waltroper Grünen enthielten sich (fünf Stimmen).

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