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Die Beteiligten beim Startschuss im vergangenen Jahr: Vermieter Hans Hanisch, Bürgermeisterin Nicole Moenikes, Künstlerin Emilia Fernandez, Wirtschaftsförderer Thomas Paschek und VHS-Leiter Clemens Schmale.

Kunst im Ladenlokal

Resonanz stimmt Künstlerin traurig

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WALTROP - Die Waltroper Künstlerin Emilia Fernandez hat sich an der Aktion gegen die Leerstände von Ladenlokalen in der Waltroper Innenstadt beteiligt. In den Räumlichkeiten an der Kieselstraße 60 stellt sie seit 3. November einige ihrer Arbeiten aus.

Um die Innenstadt wieder mit mehr Leben zu füllen, haben sich Wirtschaftsförderung, Immobilienbesitzer und Volkshochschule für diese Aktion zusammengetan. Emilia Fernandez bekommt die Örtlichkeit vom Vermieter kostenlos zur Verfügung gestellt – lediglich die Nebenkosten trägt sie.

"Waltroper trauen sich nicht"

Allerdings stimmt die Resonanz die Künstlerin traurig. Waltroper, die an dem, mit bunten Gemälden, Holzarbeiten, Zeichnungen und vielen weiteren künstlerischen Arbeiten gefüllten Atelier vorbei gehen, kämen selten rein. „Ich glaube, die Waltroper trauen sich nicht“, sagt sie. Dabei würde sie sich wünschen, dass sie einfach mal die Bilder betrachten. „Ich setze mich auch einfach an den Tisch und lasse sie in Ruhe“, sagt die Künstlerin. Für Gespräche steht sie natürlich jederzeit bereit, sagt die Waltroperin. Sie nimmt jeden Interessenten mit offenen Armen auf. Bisher hat Emilia Fernandez eine ihrer Arbeiten verkauft. Aber darauf kommt es ihr gar nicht an. Sie möchte einfach nur, dass ihr umfangreiches Werk kein Schattendasein im Keller fristet. Denn dafür ist die Dozentin der VHS zu sehr von ihrer Kunst-Leidenschaft gepackt.

Stadt ist nur Vermittler

Zurzeit gebe es acht Immobilienbesitzer, die sich bereit erklärt hätten, ihre Leerstände vorübergehend für Künstler zur Verfügung zu stellen, teilt Stadtsprecherin Patricia Neuhaus auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Zwei weitere Künstler hätten bei der Stadt angefragt, jedoch ging das Interesse auszustellen über die Innenstadt hinaus, sodass in diesen Fällen keine Einigung erzielt werden konnte. Die Stadtsprecherin weist darauf hin, dass die Stadt und die Volkshochschule Waltrop nur als Vermittler agieren würden. Die Entscheidung über Auswahl und Zeitraum für die Ausstellung liege bei den Vermietern.

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