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Aus dem Schotterweg möchte die Stadt eine reguläre Straße machen, die den Moselbach mit dem Nordring verbindet. Die Baumreihe auf der rechten Seite müsste für diesen Plan weichen.

Längs der Schweinewiese

Letzte Chance für den "Moselbach"-Durchstich

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Waltrop - Die vertragliche Gemengelage ist kompliziert und zwingt den Stadtrat dazu, bis 31. Dezember zu entscheiden, ob der jahrzehntealte Plan, die Straße „Am Moselbach“ entlang der Schweinewiese mit dem Nordring zu verbinden, umgesetzt wird oder nicht. Fällt die Entscheidung nicht, können sich die Grundstücks-Eigentümer freuen.

Aus Sicht der Stadt Waltrop sei der Bau einer neuen Straße sinnvoll, wie Dezernent Andreas Scheiba erklärt. Auch mit Blick auf zusätzlichen Verkehr durch den neuen Edeka-Markt würde der Durchstich ins Wohngebiet die Situation insbesondere auf der Hochstraße entlasten.

Uralte Verträge

Angebunden würde die neue Straße an den Moselbach-Kreisverkehr. Dieser sei bereits ausgelegt für eine weitere Straße, sagt Scheiba. Die Eigentumsverhältnisse machen das Verfahren allerdings kompliziert. Uralte Verträge regeln, dass die Stadt noch in diesem Jahr handeln und die Straße bis Ende 2020 fertiggestellt haben muss.

Entscheidung - oder Rückgabe

Ansonsten würden die städtischen Grundstücke „aus dem Umlegungsverfahren unentgeltlich zurückgegeben werden müssen und der Bau dieser Verbindung wäre dauerhaft unmöglich“. So steht es in den Unterlagen, die an die Mitglieder des Verkehrsausschusses versandt wurden, der am 2. Oktober (17 Uhr, Rathaus) über das Thema berät. Übersetzt heißt das: Trifft die Politik keine Entscheidung, freuen sich die angrenzenden Eigentümer, die die einst an die Stadt verkauften Flächen dann automatisch zurück bekämen – geschenkt.

Bäume stehen im Weg

Geplant ist, dass der Geh- und Radweg entlang der Schweinewiese zu einer Straße ausgebaut wird, inklusive Gehwegen. Aber: Dem im Wege stünde auch ein Dutzend Bäume. Für den Straßen-Neubau müsste diese Allee abgeholzt werden.

Nachtrag:

Wie Andreas Scheiba am Mittwochmorgen mitteilt, soll dem Fachausschuss nun noch eine zweite Variante mit einer schmaleren Straße vorgestellt werden, bei der die Baumreihe erhalten bleiben kann.

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