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Waltrop von oben: Hier zu sehen ist Langendorf.

Langendorf-Umzug

Es gibt Ideen für das Bahnhofstraßen-Areal

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Waltrop - Während es in Dortmund noch Bedenken gibt wegen des neuen Langendorf-Standorts, werden in Waltrop schon Pläne geschmiedet, wie es mit dem aktuellen Areal des Fahrzeugbauers an der Bahnhofstraße nach einem Umzug weitergeht.

Es ist eng am jetzigen Standort des Fahrzeugbauers Langendorf an der Bahnhofstraße, weswegen seit Jahren nach einer Ausweichfläche gesucht wird. Das Gebiet „Im Dicken Dören“ bietet sich an (wir berichteten mehrfach), doch noch einiges muss geklärt werden, bis ein Umzug von Langendorf möglich wird.

„Wir sind hier, um Tatsachen auf den Tisch zu legen“

Da sind zum Beispiel die Bedenken der Dortmunder Politik und der Anwohner in Groppenbruch. Der „Dören“ befindet sich an der Stadtgrenze Waltrop/Dortmund-Groppenbruch. Bürgermeisterin Nicole Moenikes und Dezernent Andreas Scheiba stellten sich daher in der Sitzung der Bezirksvertretung Dortmund-Mengede den Fragen – und Bedenken der Politik in der Nachbarstadt. „Wir sind hier, um Tatsachen auf den Tisch zu legen“, machte Moenikes klar. „Wir sind doch Nachbarn, sollten uns auch weiterhin in die Augen blicken können.“ Und so erklärten sie und Scheiba: Dass es sich bei Langendorf um ein Waltroper Unternehmen mit langer Tradition handelt. Dass 275 Arbeitsplätze an diesem Unternehmen hingen – für eine Stadt wie Waltrop eine bedeutende Größenordnung. Dass die Verhältnisse am jetzigen Langendorf-Standort an der Bahnhofstraße schwierig sind.

Langendorf-Halle wird 200 x 60 Meter

Deutlich spürbar war bei den Dortmundern die Sorge, dass man ihnen erneut einen „Klotz“ in die Landschaft setzt – so wie das aus ihrer Sicht im Falle des IKEA-Lagers in Dortmund-Ellinghausen geschehen ist. Scheiba und Moenikes beruhigten: Die geplanten Maße der Langendorf-Halle seien 200 mal 60 Meter, und in der Höhe so, dass eine Kranbahn Platz hat. Auch der Radweg am Kanal bleibe auf jeden Fall erhalten, zudem würden Ausgleichs- und Abstandsflächen eingehalten.

Unterdessen bestätigte Dr. Klaus P. Strautmann, geschäftsführender Gesellschafter von Langendorf, auf Nachfrage der WZ, dass man hinsichtlich der geplanten Erweiterung sehr gut mit der Bürgermeisterin und Dezernent Scheiba zusammenarbeite. Freilich müssten aber, damit der Umzugs-Plan in die Tat umgesetzt werden kann, gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Der Aufsichtsrat von Wielton – das polnische Unternehmen hält 80 Prozent der Anteile von Langendorf – stehe hinter dem Projekt, „aber es muss auch wirtschaftlich darstellbar sein“, so Dr. Strautmann. Und: Man müsse das jetzige Grundstück an der Bahnhofstraße komplett veräußern können. Strautmann: „Das Geld brauchen wir.“ Einige Fragen – etwa die Lärm-Emissionen; direkt angrenzend ist die Bahnlinie – müssten noch geklärt werden. Ein Umweltgutachten liege hingegen bereits vor. Der Boden müsse an einigen Stellen 60 cm, im Bereich der Lackiererei 1,50 m tief ausgehoben werden, um Rückstände zu beseitigen. Die Stadt Waltrop sähe gern Wohnbebauung dort, so Dr. Strautmann, und dafür müsse eben noch einiges vorbereitet werden.

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