+
Immer wieder ereignen sich an der Kreuzung Berliner Straße/Lehmstraße teils schwere Verkehrsunfälle – zuletzt am Freitag.

Lehmstraße/Berliner Straße

Waltroper Unfall-Kreuzung steht hinten an

  • schließen

Waltrop - Die Kreuzung Berliner Straße/Lehmstraße, an der sich immer wieder schwere Unfälle ereignen, wird sich frühestens in der zweiten Hälfte 2019 verändern. Der zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW verweist auf wichtigere Projekte.

Erst am Freitagabend gab es einen folgenreichen Verkehrsunfall, bei dem zwei 17-Jährige verletzt wurden, einer davon schwer. Dass die Kreuzung gefährlich ist, das wissen auch die Stadt Waltrop, der Kreis RE, die Polizei und der Landesbetrieb Straßen.NRW selbst als verantwortliche Behörde. Anders ist es nicht zu erklären, dass eine eigens zum Zwecke der Überprüfung der Kreuzung eingerichteten Unfallkommission aus Vertretern dieser vier Behörden zu dem Ergebnis gekommen ist, dass dort Handlungsbedarf besteht.

Nichts passiert

Bereits im Februar hat unsere Zeitung über die zuvor monatelang geplanten baulichen Maßnahmen berichtet, passiert ist seither nichts mehr. Eine unbefriedigende Situation, auch für Dezernent Andreas Scheiba. Am 7. Juni habe das Ordnungsamt den Landesbetrieb Straßen bei einem Erörterungstermin „massiv angemahnt“, berichtet Scheiba. Geholfen hat das nichts.

"Es gibt größere Projekte"

Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte Straßen.NRW-Sprecher Peter Beiske am Montag mit, dass die Planungsarbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen. Auf die Frage, warum sich seit Februar nichts getan hat, sagte Beiske, dass die Kreuzung Berliner Straße/Lehmstraße intern nicht die größte Priorität genieße. Aktuell gebe es viele größere Brücken-Projekte, da müssten kleinere Vorhaben wie der Kreuzungs-Umbau in Waltrop nebenbei mitlaufen. Zur Erinnerung: Diverse Unfälle an dieser Kreuzung haben in den zurückliegenden Monaten und Jahren mehrere teils Schwerverletzte und sogar ein Todesopfer gefordert.

Umbau wird im Rathaus vorgestellt

Auch Dezernent Andreas Scheiba hat sich am Montag erneut mit Straßen.NRW in Verbindung gesetzt. Er berichtet, ihm sei zugesagt worden, dass die geplanten Umbauarbeiten im kommenden Monat im Rathaus zumindest vorgestellt werden sollen.

Barrierefreie Gestaltung

Stichwort Umbauarbeiten: Laut Peter Beiske ist geplant, dass die Kreuzung barrierefrei gestaltet wird; Bordsteine sollen abgesenkt und blindengerechte Steine verbaut werden. Zudem soll auch auf der westlichen Seite eine eigene Fahrradspur auf die Straße aufgebracht werden. Die Eckrundungen im Abbiegebereich sollen zudem weiter auf die Kreuzung gezogen werden, damit ein schnelles Schneiden in der Kurve nicht mehr so leicht möglich ist. Erneuert wird im Zuge der Überplanung auch die Ampelanlage. Mit einer Umsetzung der Baumaßnahme sei jedoch nicht vor der zweiten Hälfte 2019 zu rechnen, so Peter Beiske.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

1500 protestieren für den Klimaschutz - MLPD erntet Buhrufe
1500 protestieren für den Klimaschutz - MLPD erntet Buhrufe
Eklat bei Klima-Demo: Grünen-Ratsherr stört mit "Scheiße"-Zwischenrufen
Eklat bei Klima-Demo: Grünen-Ratsherr stört mit "Scheiße"-Zwischenrufen
Erste Schulen gehen ans schnelle Netz - so läuft digitaler Unterricht ruckelfrei   
Erste Schulen gehen ans schnelle Netz - so läuft digitaler Unterricht ruckelfrei   
Fridays for Future: 150 Teilnehmer  demonstrieren in Herten - so geht es weiter
Fridays for Future: 150 Teilnehmer  demonstrieren in Herten - so geht es weiter
Demonstration und Kundgebung am Berliner Platz in Oer-Erkenschwick - das steckt dahinter
Demonstration und Kundgebung am Berliner Platz in Oer-Erkenschwick - das steckt dahinter

Kommentare