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Die Lindgren-Schule besteht aus zwei Häusern: aus dem Gebäude an der Taeglichsbeckstraße – dort entstand unser Foto – und aus dem an der Delbrückstraße.

Lindgren-Schule

Jahrgangshäuser sorgen für Unruhe

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Waltrop - Die neuen Jahrgangshäuser an der Lindgren-Schule sorgen für Unruhe: Eltern beklagen, dass die Kommunikation über die kommenden Veränderungen schlecht gelaufen sei.

An der Lindgren-Schule werden Jahrgangs-Häuser eingeführt. So hat es am Dienstagabend die Schulkonferenz der Grundschule beschlossen. Die Entscheidung sei mit „deutlicher Mehrheit“ gefallen, erklärte Schulleiterin Ulrike Wesselbaum gegenüber der WZ. Das Gremium besteht aus sechs Lehrer und sechs Eltern-Vertretern.

Sommer 2019 geht's los

Jahrgangshäuser, das heißt: Je zwei Jahrgänge werden in Haus 1 (ehemalige Lutherschule) und in Haus 2 (ehemalige Barbaraschule) unterrichtet. Durchgezogen wird das ab dem kommenden Schuljahr – ab Sommer 2019. Die Erstklässler werden dann in der ehemaligen Lutherschule eingeschult, auch die Drittklässler sitzen dann in diesem Gebäude. Die zweiten und vierten Schuljahre sind im Barbaraschul-Gebäude. In den Folgejahren wird jeweils im Wechsel an einem Standort eingeschult – im Sommer 2020 also an der Delbrückstraße. Zurzeit gibt es alle vier Jahrgänge noch an beiden Standorten, im Sommer 2019 gibt es also einen großen Umzug.

Groß und Klein lernen von- und miteinander

Aus Sicht der Schule gibt es viele Vorteile dieser Vorgehensweise: Das Konzept „Groß und Klein lernen von- und miteinander“ bleibe erhalten, die Jahrgänge arbeiten in einem Team in einem Gebäude zusammen, Einschulungs- und Verabschiedungs-Feiern findet nur an einem Standort statt, außerdem könnten die Schüler gerechter auf die Klassen verteilt werden. All das steht in einem Elternbrief, der vergangenen Freitag an die Eltern verteilt wurde.

Das kam nicht bei allen gut an. Im Schul-Ausschuss, der am Dienstagnachmittag tagte, nutzten einige Eltern die Einwohner-Fragestunde, um das Thema anzusprechen. Erstens fühlte sich mancher etwas „überfahren“, hätte gern mehr Zeit gehabt, sich zum Beispiel mit anderen Eltern auszutauschen, statt jetzt gewissermaßen vor vollendeten Tatsachen zu stehen. Aus der Elternschaft der Klasse 1b in Haus 1 ist aus diesem Grund eine E-Mail-Adresse (unseremeinung@gmx.net) eingerichtet worden, um Eltern-Meinungen zu sammeln, sich einen Überblick über das Spektrum der Ansichten und Einschätzungen zu verschaffen. Der zweite Punkt ist, sagten Eltern, dass sie doch ihre Gründe hätten, warum sie ihr Kind in der einen oder anderen Schule anmeldeten – und jetzt hätten sie keine Wahl mehr. An den Jahrgangshäusern habe er nicht generell etwas auszusetzen, sagte ein Vater gegenüber der WZ, sondern am „Hauruck-Verfahren“, mit dem das nun umgesetzt werde.

Schulleiterin: "Konnten nicht viel eher informieren"

Schulleiterin Ulrike Wesselbaum sagt indes, man habe nicht viel eher informieren können. Die Schule gibt es in der jetzigen Form erst seit 1. August – zuvor war es ein Schulverbund mit katholischem Teilstandort (Barbaraschule). Vor dem Tag der offenen Tür (6. Oktober) sollte eine Entscheidung her, um den künftigen Eltern entsprechende Infos liefern zu können. Schulanmeldung ist Anfang November, dazwischen liegen noch die Herbstferien. Das Lehrerkollegium habe sich indes lange mit dem Thema befasst und sich im Prozess stets mit der zuständigen Schulrätin beraten. Die Entscheidung für das neue Konzept sei einstimmig gefallen, sagte Ulrike Wesselbaum, alle 33 Kolleginnen stünden dahinter.

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