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Bürgermeisterin Nicole Moenikes und Uwe Seidenberg von der Stadtverwaltung stellen die "Mecker-App" vor.

Mängel online melden

Meckern geht jetzt per App

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WALTROP - Die Stadt hat seit Freitag eine App scharf geschaltet, die Bürgern das Melden von Mängeln erleichtern soll. Aber wer kümmert sich dann?

Bürgermeisterin Nicole Moenikes setzt große Hoffnungen in die neue Stadt-App. Insbesondere mit Blick aufs Mängel-Management. Binnen „zwei bis drei Tagen“, so stellt es sich die Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) vor, sollen nach Hinweis in der App kleinere Baustellen wie wilde Müllkippen behoben werden. „Wenn es irgendwo ein beschädigtes Spielgerät gibt, kann das natürlich länger dauern“, sagt Waltrops Stadt-Chefin. Eine generelle Frist habe man sich fürs Abarbeiten der Beschwerden aber nicht gesetzt.

12.000 Euro Kosten

12.000 Euro hat es gekostet, die App in Waltrop einzuführen. 1000 Euro Lizenzgebühren gingen an die Stadt Castrop-Rauxel, die hier Vorreiter war. 9000 Euro hat das Umprogrammieren gekostet und auch die Dienste der Gemeinsamen Kommunalen Datenzentrale (GKD), ein IT-Dienstleister des Kreises, haben nochmals mit 2000 Euro zu Buche geschlagen. Ursprünglich hatte die Stadt mit Kosten von etwa 5000 Euro kalkuliert. „Der Aufwand war am Ende doch höher als gedacht“, begründet Uwe Seidenberg, der die Einführung vonseiten der Stadtverwaltung federführend begleitet hat. Insbesondere das Umprogrammieren von Castrop-Rauxeler auf Waltroper Stadt-Daten sei sehr umfangreich gewesen.

Höhere Anzahl gemeldeter Mängel erwartet

In Castrop-Rauxel sei die App inzwischen sehr gut angenommen worden, berichtet Uwe Seidenberg. Die eingegangenen Mängel-Meldungen hätten sich „drastisch erhöht“. Ähnliches erwarte man auch in Waltrop – „gerade in der Anfangszeit“, glaubt Nicole Moenikes. Um dann auch adäquat reagieren zu können, hat die Stadt eine neue Stelle (25 Stunden) ausgeschrieben, die sich um die Koordination der „Aufträge“ kümmert. Auch beim V+E seien neue Stellen geschaffen worden, so die Bürgermeisterin.

Mängelbeseitigung

15.000 Euro stehen der Stadt in diesem Jahr für Mängelbeseitigungen zur Verfügung. Was passiert, wenn das Geld aufgebraucht ist, bleibt abzuwarten. Neben dem Beschwerde-Management bietet die App alle Funktionen, die auch auf der Website der Stadt zur Verfügung stehen.

Ein Kommentar von WZ-Redakteur Martin Behr:

Per App „mal eben“ eine Schmutzecke oder Ähnliches melden – das hört sich ja erstmal komfortabel an. Wenn es funktioniert, könnten die 12.000 Euro als Investition in mehr Bürgerfreundlichkeit verbucht werden. Abwarten... Was dabei nicht vergessen werden darf: Der Kämmerer muss auch Geld haben, um die Mängel zu beseitigen. Und es muss ausreichend Personal vorhanden sein, um die Beschwerden zeitnah abzuarbeiten. Es gibt Folgekosten für technische App-Unterstützung und ganz nebenbei geht all das zulasten des persönlichen Kontaktes. Ein Mensch als Ansprechpartner bei Problemen – auch das ist sehr komfortabel. Und irgendwie auch schöner.

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