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Die Waltroper Marathonläufer Andrea Stanzl und Gerd Pszolla beim Marathon in Madrid.

Marathon

Diese zwei Waltroper kennen die schönsten Lauf-Strecken

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WALTROP - Hobbyläufer aufgepasst: Die Waltroper Andrea Stanzl und Gerd Pszolla wissen nicht nur, wo man am Kanal gut laufen kann, sondern auch, welche Langstrecken-Läufe ein tolles Panorama bieten. Zuletzt sind sie an zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Madrid vorbeigelaufen.

Sie sind schon in Tokio gelaufen und in Sydney, sie haben die Marathons in Boston und in Kapstadt absolviert – jetzt zog es das Waltroper Läufer-Ehepaar Andrea Stanzl (54) und Gerd Pszolla (73) wieder zurück nach Europa. In Spanien liefen sie den „Maratón de Madrid“ – und waren in mehrererlei Hinsicht beeindruckt. Denn: Der Lauf ist erstaunlich schwierig.

Hügeliges Streckenprofil

„Marathonläufer, die gute Zeiten erzielen wollen, meiden ihn“, weiß Gerd Pszolla. Über das hügelige Streckenprofil hat man am Ende nicht nur 42,195 Kilometer, sondern zudem 600 Höhenmeter in den Beinen – und das auf einem Niveau von 800 Metern über dem Meeresspiegel, wie Gerd Pszolla erklärt; Madrid ist eine der höchstgelegenen Hauptstädte Europas.

Sehenswürdigkeiten in Madrid

Und eine unglaublich schöne Stadt, finden Andrea Stanzl und Gerd Pszolla. „Zumal wir sie ganz für uns hatten“, sagen die Waltroper. Denn die komplette Innenstadt mit ihren weltberühmten Sehenswürdigkeiten war für den Marathon gesperrt. Den „Palacio Real“, den Königspalast, passierten die Läufer, aber auch das Santiago-Bernabéu-Stadion, das Opernhaus „Teatro Real“, bevor in der grünen Lunge der Stadt, dem Retiro-Park, Zieleinlauf war. „Bis Kilometer 30 konnte ich das auch alles genießen“, sagt Andrea Stanzl lachend. „Danach kämpfe ich immer.“ Ins Ziel kamen sie natürlich beide, Gerd Pszolla sogar als zweiter Deutscher in seiner Altersklasse.

Gut organisiert

Der Lauf an sich aber sei sehr gut organisiert gewesen. „Nur die Kilometer-Angaben, die waren ungewöhnlich“, erzählt Andrea Stanzl. Denn anders als sonst waren die Kilometer-Angaben auf den Boden gemalt, statt sie auf Schildern am Straßenrand anzuzeigen. „Und die Hilfskräfte auf Inlinern!“, fällt den beiden ein. Die medizinischen Versorgungskräfte rollten zwischen den Läufern umher, das Muskel-Spray immer am Gürtel. „Die haben während der Fahrt und während des Laufens die Läufer behandelt, wenn die Muskelkrämpfe hatten oder so“, berichtet das Ehepaar.

Mit Glas Rotwein eingestimmt

Am Vorabend hatten sie sich wie üblich mit einem Glas Rotwein eingestimmt auf den Lauf. Damit ernten sie bei Mit-Läufern oft schräge Blicke. „Und dann haben wir sie am nächsten Tag wiedergesehen – da haben sie den Lauf vorzeitig beendet.“ Abends am Essenstisch war die Stimmung dann nur in einem Teil des Saales gut…

Laufen am Kanal in Waltrop

Daheim in Waltrop werden die beiden Läufer häufig erkannt: „Na, welchen Marathon lauft ihr als nächstes?“, werden sie dann bei Trainingsläufen am Kanal gefragt.

Lauf in Japan

Rom steht auf jeden Fall auf dem Plan. „Aber irgendwie muss ich mir ja auch meine Urlaubstage einteilen“, sagt Andrea Stanzl. Dass sie begeisterte Läuferin ist, weiß in ihrer Firma ohnehin fast jeder. Spätestens seit jener Episode vor dem Lauf in Japan. Dabei einen Startplatz zu ergattern, ist extrem schwer, denn es melden sich jeweils etwa zehnmal so viele Läufer an wie Startplätze vorhanden sind. Einen solchen Startplatz hatte das Waltroper Ehepaar aber glücklich ergattert. Und dann deutet sich ein neuer Job für Andrea Stanzl an… Im Februar sollte ihr erster Arbeitstag sein, Mitte Februar brauchte sie für vier Wochen Urlaub für den Tokio-Lauf. Frei nach dem Motto „Frisch gewagt ist halb gewonnen“ fragte sie nach – und bekam Job und Urlaub.

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