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Ursula Deiting-Pohl (Caritas) und Pfarrer Bernhard Frankemölle stellen das Konzept für den Neubau einer Wohngemeinschaft für Senioren der Caritas vor.

St. Marien

Ein Millionen-Neubau im Pfarrgarten

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Waltrop - Für Menschen mit Demenz oder anderen altersbedingten Erkrankungen, die weiterhin allein leben möchten, wird in Waltrop ein neues Angebot geschaffen. Der Caritas-Verband Waltrop/Oer-Erkenschwick plant im Pfarrgarten der St.-Marien-Kirche einen 540 Quadratmeter großen, eingeschossigen Neubau. Veranschlagt sind dafür 1,24 Millionen Euro.

In einer Informationsveranstaltung haben alle Interessierten am Donnerstag, 22. November, 18 Uhr, im Pfarrsaal von St. Marien die Möglichkeit, die Pläne im Detail zu erfahren und ihre Fragen zu stellen. Es sollen zwölf vermietete Einzelappartements gebaut werden. Auf 25 Quadratmetern haben die Senioren Platz zum Leben. Es gibt eine eigene altersgerechte Nasszelle und eine kleine Pantry-Küche mit Kühlschrank. Gekocht wird in der offenen Gemeinschaftsküche mit einer Hauswirtschafterin.

Bewohner müssen zusammen passen

Einziehen darf allerdings nur, wer auch bestrebt ist, sich in die Mietergemeinschaft einzubringen. Und natürlich achten die Caritas-Mitarbeiter auch darauf, dass die Bewohner zusammenpassen. „Die Senioren können zum Beispiel zusammen singen, backen oder einen Ausflug machen“, erklärt Pfarrer Bernhard Frankemölle, der auch im Vorstand des Caritas-Verbands ist.

Wer weiteren Pflegebedarf hat, kann dies ganz einfach dazu buchen. Grundsätzlich werden tagsüber zwei Caritas-Mitarbeiter, nachts noch eine Kraft dafür sorgen, dass die Bewohner trotz aller Selbstverantwortung rund um die Uhr einen Ansprechpartner haben.

Grundstück liegt geschützt

„Wir wollen sicherstellen, dass die Bewohner weiter Teil des sozialen Lebens sind. Sie können so auch weiterhin ihre Angehörigen in ihrer eigenen Wohnung empfangen“, sagt Ursula Deiting-Pohl, Leiterin der Tagespflege sowie der ambulanten Pflege bei der Caritas. „Das Grundstück liegt geschützt und trotzdem nicht abgeschlagen“, begründet Ursula Deiting-Pohl die Wahl des Standorts. Die Senioren können in ihrem Quartier bleiben. Die zukünftigen Bewohner können natürlich die Kirche, aber genauso Supermärkte, Friseur, Fleischer, Bäcker und Co. erreichen.

Bereits seit zehn Jahren geistert die Idee bei der Caritas umher. Nur ein geeignetes Grundstück sei vorher nicht gefunden worden. Die Idee für die Nutzung des Pfarrgartens hatte Pfarrer Frankemölle. Der zweite Teil des Gartens sei nur noch sporadisch genutzt worden. Aufgrund der engen Verflechtung der Gemeinde und der Caritas sei auch der Kirchenvorstand schnell davon überzeugt gewesen, berichtet Frankemölle. Zurzeit wird der Bauantrag vorbereitet. Der Beginn des Baus ist für Frühsommer 2019 avisiert. Wenn alles gut läuft, können die ersten Bewohner 2020 einziehen.

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