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Rainer Köster, Andreas Brinck, Ingrid Täger und Michael Kampmann (v. l.) mit dem Spendenscheck.

An die IG Meistersiedlung

Waltroper Grüne spenden für die Kraftwerks-Klage

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Waltrop/Datteln - Gegen die Industrialisierung der Rieselfelder kämpft Ingrid Täger schon lange. Sie kann sich noch daran erinnern, dass es vor Jahren ein Atomkraftwerk in den Rieselfeldern geben sollte. Als Gründungsmitglied der damaligen Grünen Liste Waltrop half sie, Geld zu sammeln, um gegen die Pläne anzukämpfen. Das Geld wurde dank cleverer Anlage durch den inzwischen verstorbenen Kassenwart Jahr für Jahr vermehrt, so dass die Summe schließlich 5000 Euro erreichte – und die wurde jetzt gespendet.

Täger, heute Ratsfrau für die Grünen, übergab gemeinsam mit Michael Kampmann und Andreas Brinck 2500 Euro an Rainer Köster, Sprecher der IG Meistersiedlung. Denn zwar wurden die Atomkraft-Pläne in den Rieselfeldern nie verwirklicht – inzwischen geht es dort um den newPark – aber bekanntlich gibt es andernorts ein Steinkohle-Kraftwerksprojekt, gegen das die Dattelner Interessengemeinschaft mit Unterstützung der Grünen ankämpft: das Uniper-Kraftwerk Datteln 4. Mit im Klage-Boot ist auch der Umweltverband BUND, der bereits weitere 2500 Euro aus Waltrop bekam, die andere Hälfte der Summe.

„Kriegskassen“-Stand bleibt geheim

„Wir wissen die Waltroper Grünen an unserer Seite und sind dankbar für die finanzielle Unterstützung“, sagte Rainer Köster bei der Übergabe des symbolischen Spenden-Schecks. Das Klagen sei teuer, man nehme daher einen kleinen Mitgliedsbeitrag von den IG-Mitgliedern, um die Arbeit zu finanzieren. Wie hoch der genau ist, wollte Köster nicht sagen, damit Uniper sich nicht ausrechnen kann, wie viel Geld die Initiative in der „Kriegskasse“ hat. Grundsätzlich kritisierte Köster, dass das finanzielle Risiko einer Klage viele davon abhalte, vor den Gerichten ihr Recht zu suchen. Was die Klage-Kosten angeht, solle man die aktuelle gesetzliche Regelung überdenken, sagte Köster.

Ein bisschen war das Thema Kraftwerk zuletzt aus dem öffentlichen Fokus geraten. „Aber das würde sich schnell wieder ändern, wenn das Kraftwerk ans Netz ginge“, gab sich Köster überzeugt.

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