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Nach fünfeinhalb Wochen Corona-bedingter Pause kehrten die Zehntklässler in die Realschule zurück.

Rückkehr nach der Zwangspause

Militärische Ordnung und Luftküsse: Nach fünf Wochen dürfen Zehntklässler wieder zur Schule

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  • Tamina Forytta
    Tamina Forytta
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An den weiterführenden Schulen startet unter strengen Auflagen der Unterricht für Zehntklässler und Abiturienten. Von einer Rückkehr zum Alltag kann dabei keine Rede sein.

  • Viele Lehrer für wenig Schüler.
  • An der Gesamtschule herrscht schon Maskenpflicht.
  • Unfreiwillig zurück zum Frontalunterricht

An der Gesamtschule Waltrop betritt am ersten Schultag nach der Corona-Schließung niemand ohne Mund- und Nasenschutz das Gelände. In zwei Zeitschienen – um 8.10 und 8.55 Uhr – werden rund 220 Zehntklässler und 50 Abiturienten von Lehrern in Empfang genommen, ihren Lerngruppen zugewiesen und einzeln über vier verschiedene Eingänge in zwei Gebäude gelassen. Drei Stunden Unterricht können beginnen.

Umarmungen aus der Ferne

Während an der Gesamtschule im Gegensatz zum normalen trubeligen Alltag auf dem Pausenhof eine fast militärische Stille herrscht, können die Zehntklässler der Realschule beim ersten Aufeinandertreffen ihre Begeisterung kaum zügeln. Am liebsten würden sich vor allem die Mädchen in den Armen liegen. Selbstverständlich bleiben sie auf Abstand, deuten Umarmungen nur an und werfen Luftküsse durch die Frühlingswärme. 

Abstand unter den wachsamen Augen der Direktoren

Schulleiterin Ulrike Waterkamp und ihr Stellvertreter Hartmut Nürnberg beobachten an der Gesamtschule zufrieden, wie brav die Jugendlichen um 8.55 Uhr den Anweisungen folgen. „Das sind vernünftige Zehntklässler“, gibt die Schulleiterin zu bedenken: „Dass das mit den jüngeren Jahrgängen so anstandslos funktionieren würde, glaube ich nicht. Und mit 1000 Schülern wäre das gar nicht zu bewerkstelligen.“  Allein gestern waren aber 30 Pädagogen im Einsatz, um zwei Jahrgänge zu geleiten, zu beaufsichtigen und zu unterrichten.

Gruppenarbeit ist tabu

Alexander Neu, Deutschlehrer an der Realschule, möchte von seinen Schülern Antworten haben – darauf, wie es ihnen so ergangen ist in fünfeinhalb Wochen ohne Schule. „Ich bin froh, jetzt wieder Schule zu haben“, sagt ein Mädchen. Das findet auch Alexander Neu. Allerdings: Gruppen- oder Partnerarbeit sind fürs Erste tabu. „Ich mache also jetzt Frontalunterricht“, sagt der Lehrer – und findet das offenbar selbst etwas seltsam. Aber was ist nicht seltsam in diesen Zeiten…

Den kompletten Bericht lesen Sie am Freitag in der Printausgabe und im E-Paper der Waltroper Zeitung.

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