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Julien (li.), Johanna (M.) und Luca basteln gemeinsam an ihren Leichtfliegern. Die drei gehen in die Klasse 6f – eine von zurzeit zwei MINT-Klassen an der Gesamtschule.

MINT-Klassen

TU Dortmund und Gesamtschule kooperieren

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WALTROP - Eine Kooperationsvereinbarung unterzeichneten jetzt die Gesamtschule und die Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund. Das Ganze sei ein typisches Beispiel für eine Win-win-Situation, erklärte Gesamtschulleiterin Ulrike Waterkamp. Denn zum einen profitieren die Studenten, zum anderen schnuppern die Schüler schon einmal in ein mögliches späteres Studienfach hinein.

Die Zusammenarbeit geht streng genommen schon auf die Studienzeit von Fachlehrer Ahmet Akbulut (28) zurück. Heute betreut er die MINT-Klasse 6f – MINT steht bekanntlich für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik –, früher studierte er selbst in Dortmund. Und da lag es nahe, seine ehemaligen Dozenten, unter anderem Prof. Bernd Künne vom Fachgebiet Maschinenelemente, auf eine Zusammenarbeit anzusprechen. „Ich hätte mir so etwas zu Studienzeiten selbst gewünscht“, sagt Akbulut.

Test in der Praxis

So hätte er Stunden-Entwürfe direkt in der Praxis testen können. Für die jetzigen Studierenden wird das der Fall sein, denn sie werden von nun an regelmäßig die Gesamtschule besuchen. Das nächste Mal übrigens schon während des Tags der offenen Tür an der Gesamtschule am 14. November.

"Offenes Fenster"

Zudem setzt die Uni darauf, spätere Studierende schon in jungen Jahren für das Fach Maschinenbau zu begeistern und generell an technisches Denken heranzuführen, ein „offenes Fenster zu den Ingenieur-Wissenschaften zu schaffen“, wie Dipl.-Ingenieur Roland Hirsch von der TU es ausdrückt.

Berufswünsche

Bei Sechstklässlerin Emelie hat das schon jetzt funktioniert. „Ich möchte mal technische Zeichnerin werden“, verkündet die Elfjährige, während sie die Einzelteile ihres Leichtfliegers ausschneidet. Bei ihrer Tischnachbarin Julia ist zurzeit „Schauspielerin“ in der engeren Berufs-Wahl, aber mit Teppichmesser und Schmirgelpapier hat auch sie ihren Leichtflieger in Windeseile zur Perfektion gebracht. Julien (12) indes ist nach anfänglichem Zögern („Ich wusste gar nicht, was das ist – MINT. Aber die haben es mir hier an der Gesamtschule erklärt.“) ebenfalls begeistert von den naturwissenschaftlichen Fächern. „Ich möchte mal Lehrer werden.“ Es werde ihm sicher Spaß machen, mit Kindern zu arbeiten.

Aerodynamik

Nun, vielleicht ist er es dann in zehn, 15 Jahren, der Jungen und Mädchen beibringt, wie das funktioniert, mit dem Leichtflieger und der Aerodynamik und so weiter…

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