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Grazyna Wroblewski (re.) und ihr Kollege Christoph Haßel-Puhl aus dem Lebenshilfe-Vorstand sowie Bürgermeisterin Nicole Moenikes schauten gestern an der Baustelle an der Möllerstraße vorbei.

Für 1,5 Mio. Euro

An der Möllerstraße wird jetzt gebuddelt

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Waltrop - Matschiges Erdreich musste der Bagger auf der Baustelle an der Möllerstraße gestern bewegen, und für die Baustellen-Gäste war ein Schirm notwendiges Accessoire. Aber es läuft: Hier wächst jetzt Stück für Stück, Erdschaufel für Erdschaufel, Stein auf Stein ein neues Lebenshilfe-Gebäude in die Höhe.

Elf Apartments für Menschen mit Behinderung sollen dort entstehen, jedes etwa 35 Quadratmeter groß. Zudem gibt es gemeinschaftlich genutzte Räume – alles natürlich barrierefrei. 1 200 Quadratmeter misst das Bau-Areal an der Möllerstraße – eine städtische Liegenschaft, die die Lebenshilfe in Erbpacht übernommen hat. Mit dem neuen Komplex, der aus einem Haupthaus und einem Nebengebäude besteht, geht die Lebenshilfe neue Wege. Statt in großen, abgeschotteten Wohnstätten zu leben, sollen die Menschen in kleinen, offenen Wohneinheiten leben.

Nachbarschaft soll mit einbezogen werden

Daher steht das neue Gebäude auch mitten in einem Wohngebiet, eingebettet in eine seit Langem gewachsene Nachbarschaft. Und die soll mit einbezogen werden – hier soll Quartiers-Leben stattfinden. Im Nebengebäude gibt es einen Raum, etwa 100 Quadratmeter groß, in dem alles möglich stattfinden könnte: Filmabende oder Geburtstagsfrühstücke, gemeinsame Mittags-Mahlzeiten oder eine Großeltern-Enkel-Spielgruppe – frei nach dem Motto „Was braucht der Sozialraum?“ Christoph Haßel-Puhl aus dem Lebenshilfe-Vorstand: „Das ist auch ein Schritt in die Inklusion.“ Die Lebenshilfe ist offen für alle Vorschläge aus der Nachbarschaft und freut sich über alle Ideen (Kontakt: 02309/95880).

Rund 1,5 Mio. € Baukosten

Neun der elf Bewohner stehen bereits fest. Sie freuen sich ganz offensichtlich schon auf ihr neues Zuhause, hätten teilweise schon erste Umzugskisten gepackt, wie Christoph Haßel-Puhl schmunzelnd berichtet. Ganz so fix wird es freilich nicht gehen: In etwa einem Jahr hofft die Lebenshilfe, das neue Gebäude bezugsfertig zu haben. Kostenträger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Die Baukosten sind mit etwa 1,5 Mio. Euro kalkuliert.

Während auf einem anderen Teilstück der Möllerstraße Bäume noch für Diskussionen sorgen – dort nehmen die Gewächse breiten Raum auf den Gehwegen ein und machen es Fußgängern schwer, den Weg überhaupt zu passieren – ist das Schicksal des Baumes auf Höhe des Lebenshilfe-Neubaus besiegelt. Er ist krank und wird in Kürze gefällt.

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