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Hier wurde die Hecke ohne Absprache massiv beschnitten.

Modernisierung

Kahlschlag sorgt für Ärger

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WALTROP - Da staunte der Anwohner der Letterhausstraße nicht schlecht, als er sah, was plötzlich aus der Hecke im Vorgarten geworden war: Von mannshoch auf Unter-Knie-Höhe waren die Pflanzen einfach heruntergestutzt worden.

Die Häuser dort gehören dem Wohnungsanbieter Vivawest. Der Anwohner – sein Name ist unserer Redaktion bekannt – erkundigte sich daraufhin nach eigenen Angaben beim Vivawest-Servicebüro nach dem Hintergrund. Dort erfuhr er, es handele sich um Vorarbeiten für geplante Modernisierungsmaßnahmen. Auf eine in der Angelegenheit an Vivawest gerichtete Presseanfrage schreibt das Unternehmen jedoch: „Zu Überlegungen, die mögliche Modernisierungsmaßnahmen betreffen, können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben, da diese noch nicht abgeschlossen sind.“ Sobald Entscheidungen getroffen worden seien, werde man die Mieter „unverzüglich informieren“. Der Anwohner hat allerdings erfahren, die Planungen seien schon recht weit fortgeschritten; die Arbeiten sollten im Sommer beginnen.

Mieter fühlen sich übergangen

Ihn ärgert erstens, dass Vivawest nicht eher und von sich aus auf die Mieter zugekommen ist – und auch der Kahlschlag. Die Vorgärten seien ausdrücklich zur Nutzung durch die Erdgeschossmieter freigegeben worden, erklärte er gegenüber der WZ. In „seinem“ Vorgarten habe er die Hecken selbst gepflanzt. Bei so massiven Eingriffen könne man doch wohl erwarten, entsprechend informiert zu werden – zumal er am Wochenende zuvor erst selbst die Hecke geschnitten hatte.

Sozialverträglich ablaufen

Eine Sprecherin von Vivawest erklärte, dass in der Tat rund um die Häuser ihres Unternehmens im Waltroper Quartier derzeit Grünpflege- und Rodungsarbeiten liefen. „Diese führen wir jetzt durch, da solche Arbeiten aufgrund des Vogelschutzes von Anfang März bis Ende September nicht erlaubt sind“, teilt die Sprecherin weiter mit. Auch Bürgermeisterin Nicole Moenikes ist von Anwohnern angesprochen worden und hat direkt den Kontakt zu Vivawest gesucht. „Wir sind im Gespräch“, sagt die Bürgermeisterin. Sie wolle darauf hinwirken, dass etwaige Baumaßnahmen dort „sozialverträglich ablaufen“.

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