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Eines der "Häufchen-Plakate" an der Ost-Seite des Stadtparks.

Moenikes steht hinter Aktion

Häufchen-Plakate: „Lassen uns vorführen“

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Waltrop - Im Verwaltungsrat des Ver- und Entsorgungsbetriebes (V+E) waren jüngst auch die „Häufchen-Plakate“ Thema, die an vielen Stellen im Stadtgebiet stehen. Bürgermeisterin Nicole Moenikes machte hier unmissverständlich klar, dass sie kein Verständnis dafür hat, wie sich einige Bürger in Sachen Plakate verhalten.

„Es ist ein Unding, dass wir uns hier so vorführen lassen. Wir geben Bürgern zu viel Platz, sich negativ dazu zu äußern“, stellte Moenikes fest. Wie berichtet, war die Plakat-Aktion von einigen Hundebesitzern scharf kritisiert worden. Manch einer ließ seinem Unmut Taten folgen, die mit dem Wort „unappetitlich“ noch harmlos beschrieben sind. So wurden etwa Häufchen-Beutel mit Inhalt an die Plakat-Ständer gehängt. Zudem randvolle Mülltüten mit dem auf einem Din-A4-Blatt gedruckten, sinngemäßen Hinweis, dass der V+E lieber die Natur sauber halten solle statt Hundehalter mit solchen Plakaten zu „diskriminieren“.

Moenikes verteidigt die Plakat-Aktion indes und betont, dass sich Bürger immer wieder während ihrer Bürgersprechstunden über Hundekot auf öffentlichen Flächen beschwerten. Das Problem sei nun mal nicht wegzudiskutieren.

Ratsherrin Schomberg: "Nicht unser Job"

Und auch Ratsherrin Dorothee Schomberg (Waltroper Aufbruch) äußerte sich mit deutlichen Worten; zum Beispiel zu dem Vorschlag unseres Lesers Jochem Bernhardt. Der hatte angeregt, dass die Ratsherren, die der Plakat-Aktion zugestimmt haben, doch persönlich mal durch den Park gehen und Hundehalter ansprechen sollten. Schomberg sieht das jedoch nicht als ihre Aufgabe an: „Es ist nicht unser Job, sich mit den Leuten anzulegen“, sagte sie im Verwaltungsrat.

Bernd Funke, Leiter des V+E, betonte indes noch einmal, dass seine Tür für Gespräche und Ideen immer offen stehe.

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