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Der Briefkasten an der Brockenscheidter Straße war gestern „unauffällig“.

Nachforschungen beauftragt

Volle Briefkästen bleiben auch der Post ein Rätsel

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Waltrop - Die Post kann sich keinen Reim darauf machen, warum es immer wieder Beschwerden wegen offenbar nicht geleerter Briefkästen gibt. Aber Fakt ist: Wieder gab es zwei Leser-Beschwerden. Die Post fuhr nach eigenen Angaben daraufhin die komplette Leerungs-Tour in Waltrop noch einmal ab – und fand keine Auffälligkeiten.

Nachdem sich neuerlich Leser bei unserer Redaktion gemeldet haben, ist gestern nach Auskunft von Post-Sprecher Achim Gahr ein Mitarbeiter die komplette Waltroper Leerungs-Tour noch mal abgefahren – und konnte bei keinem einzigen Briefkasten Auffälligkeiten beim Füllstand oder andere Probleme feststellen. Auch die Scanner-Daten seien völlig unauffällig. Der Post-Sprecher räumte ein, das stehe im Widerspruch zu den Rückmeldungen aus Waltrop. Die Sache sei ihm selbst ein Rätsel.

Am Donnerstag hatte eine Leserin unserer Zeitung berichtet, sie habe gegen 16 Uhr Post in den Briefkasten an der Brockenscheidter Straße geworfen und ihn so voll vorgefunden, dass man mühelos eingeworfene Post herausfischen hätte können.

Daten ausgewertet

Der Briefkasten sei geleert worden, ergaben Gahrs Nachforschungen. Wenn er nicht geleert worden wäre, hätte er am Freitagvormittag vor dem neuerlichen Leerungs-Termin auch noch voll sein müssen, argumentiert Gahr. Das war er aber nicht – davon überzeugte sich auch unsere Redaktion gestern vor Ort.

Ein weiterer Leser berichtet, am Dienstag habe er um 15.30 Uhr, also 15 Minuten nach der auf dem Briefkasten angegebenen Leerungszeit, am Krusenhof einen Brief eingeworfen. Der Kasten sei „fühlbar voll bis oben“ gewesen – und am nächsten Morgen, als er um 8.10 Uhr noch einmal nachschaute, immer noch. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele innerhalb dieser kurzen Zeit etwas eingeworfen haben. Ich behaupte, der Kasten wurde wieder nicht geleert“, schreibt der Leser.

Vor-Ort-Termin vereinbart

Unterdessen hat Post-Sprecher Gahr der WZ-Redaktion angeboten, selbst dabei zu sein, wenn ein Briefkasten geleert wird und darüber zu berichten, wie die Post vorgeht und worauf sie beim Leeren achtet. Unsere Redaktion hat dieses Angebot angenommen. Anfang kommender Woche soll ein Ortstermin vereinbart werden.

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