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So sah es unter der Woche im Kiosk „Unsere Bude“ aus: Die Pakete stapelten sich.

Nächste Post-Panne

Über 200 Pakete bleiben tagelang liegen

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Waltrop - Eigentlich ist links hinter der Tür in der Bude an der Tinkhofstraße 1 eine kleine Sitzecke. Die konnte man aber in den vergangenen Tagen nicht zum Sitzen nutzen. Alles war vollgestellt mit Paketen, die Kunden dort abgegeben hatten. Das Problem: Seit Samstag ließ sich niemand vom Paketdienst DHL in dem Kiosk blicken, um die eingelieferten Pakete abzuholen und auf den Versandweg zu bringen.

Am Ende waren es an die 200 Stück, bis am Donnerstag um die Mittagszeit dann schließlich doch ein weißer Lieferwagen, offensichtlich eines Subunternehmers, vorfuhr und die Pakete auflud.

Bis dahin hatte Inhaberin Sevim Bayram täglich mehrfach bei der Post-Hotline angerufen und immer nur die Auskunft bekommen, man gebe die Sache weiter. Kunden, die gerade in der Vorweihnachtszeit sicher sein wollen, dass ihre Pakete rechtzeitig ankommen, waren verärgert. Und die Inhaberin kann sie gut verstehen: „Fünf Tage keine Paket-Abholung – das geht nicht.“

„Ich hoffe, dass jetzt regelmäßig ein Fahrer kommt“

Mancher betroffener Kunde wollte sein Paket zwischenzeitlich wieder mitnehmen, um es woanders abzugeben. „Ich habe aber die Auskunft bekommen, dass das nicht geht, weil die bei uns schon gescannt worden sind“, sagt die Inhaberin. An anderen Paket-Einlieferungsstellen in Waltrop, so erfuhr sie, scheint es mit dem Abholen keine Probleme gegeben zu haben. Freitagmittag hatten sich in der Bude an der Tinkhofstraße schon wieder neue Pakete angesammelt. „Ich hoffe, dass jetzt regelmäßig ein Fahrer kommt“, sagt die Inhaberin. Am Nachmittag schreibt sie uns, die Pakete seien abgeholt.

Post entschuldigt sich

Post-Sprecher Achim Gahr klärt derweil auf, wie es zu der Panne kam: „Normalerweise nimmt der Bote, der den Kiosk mit Paketen beliefert, auch die dort abgegebenen Pakete mit. Weil er aber in der Vorweihnachtszeit dafür keine Kapazitäten hat, wurde intern abgesprochen, dass ein anderer Dienstleister, der ohnehin dort vorbeifährt, in dieser Zeit die Pakete mitnimmt. Diese Absprache hat aber nicht geklappt.“ Dafür könne er sich nur entschuldigen. Er versichere aber, das Problem sei jetzt abgestellt und den Verantwortlichen sei eingeschärft worden: „Vergesst ,Unsere Bude’ nicht.“ Von nun an könnten sich Kunden wieder darauf verlassen, dass die Pakete täglich abgeholt würden. Vor Weihnachten setzt die Post übrigens verstärkt Subunternehmer ein, um der Menge an Paketen Herr zu werden.

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