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Neubau des Edeka-Marktes

Lösung fürs Verkehrsdilemma ist in Sicht

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WALTROP - Möglicherweise gibt es eine Lösung für das Verkehrsdilemma, das zu befürchten ist, wenn der neue Edeka-Markt kommt - nämlich eine separate Ausfahrt, die deutlich weiter in Richtung Bahnhofstraße liegt. Diese Lösung diskutierte jetzt der Stadtentwicklungsausschuss.

Edeka müsste dafür allerdings auf gut 100 m² Verkaufsfläche verzichten. Dazu wäre der Lebensmittelriese dem Vernehmen nach jedoch bereit.

Nun sollen die Bürger mit ins Boot geholt werden. Vorgestellt werden ihnen dann in erster Linie zwei Varianten, die nach Berechnungen von Verkehrsexperte Dr. Thomas Becher funktionieren würden.

Variante 1:

Der Edeka bekommt wie gerade beschrieben eine separate Aus- und Einfahrt (siehe Grafik). Das brächte vor allem Vorteile beim Verkehrsfluss, weil sich die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge dann nicht alle über den Weg herunter zum Moselbachpark quetschen müssten. Ebenso könnte die Marktplatz-Einfahrt da bleiben, wo sie jetzt ist: auf der Isbruchstraße.

Variante 2:

Die Zufahrt auf den Marktplatz wird in Richtung des jetzigen Edeka Maly verlegt. Die Isbruchstraßen-Einfahrt wird gänzlich geschlossen. Sämtliche Pkw, die auf den Edeka-Parkplatz ein- und ausfahren wollen, müssten die kleine Straße herunter zum Stadtpark-Eingang nutzen. Aus verkehrstechnischer Sicht sei diese Lösung zwar noch leistungsfähig, sagt Thomas Becher, allerdings im Grenzbereich.

Auch der Marktplatz verändert sich

Egal für welche Möglichkeit sich die Bürger nun aussprechen, in beiden Fällen würde auch der Marktplatz verändert werden. Auch hier gibt es derzeit verschiedene Gedankenspiele.

Variante 1

: Der Herne-Bay-Platz wird zur Auto-freien-Zone erklärt. Möglicherweise würden die Taxi-Stellplätze bleiben, dann jedoch deutlich weniger als bisher. Die dürfte wiederum ohnehin bald reduziert werden. „Sieben Stellplätze für Taxen sind jetzt schon zu viel, das wissen wir“, sagt Andreas Scheiba.

Variante 2:

Und das sagt die Politik: Während Michael Finke (Waltroper Aufbruch) nicht einverstanden ist mit der Größe des Edeka-Parkplatzes („Es war nie die Rede von 140 Stellplätzen“), prangerte Ingrid Täger (Grüne) an, dass Radfahrer nicht in den Planspielen berücksichtigt wurden. „Alles das werden wir noch mit einbeziehen“, sagt Andreas Scheiba. Unterm Strich steht jetzt der Beschluss, den Förderantrag in Höhe von 950 000 € auf den Weg zu bringen. Denn der muss bis zum 12. Februar bei der Bezirksregierung eingegangen sein – sonst fließt gar kein Geld.

Ein Dreieck entlang der Isbruchstraße (Richtung Marktplatz), bis zum Stadthallen-Anbau wird zu einer Art Wohlfühl-Zone umgestaltet, ohne Stellplätze. In beiden Fällen müssen auf dem Marktplatz allerdings Parkplätze verschwinden. Bei der Herne-Bay-Variante rund 44 Stellplätze, bei der Dreiecks-Möglichkeit circa 40.

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