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Am Rande der Leveringhäuser Straße entsteht eine Demenz-WG. Zum ersten Spatenstich kamen (v.li.) Jörg Burbaum, Ahmet Sönmez, Nicole Moenikes, Peter Czub, Margarete Decher-Burbaum, Metin Kinay und Adam Koscielski.

Neue Demenz-WG in Bau

Bomben-Verdacht wird noch genauer überprüft

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Waltrop - Am Rande der Leveringhäuser Straße entstehen auf einem alten Spielplatz für 7,6 Mio. Euro Seniorenwohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Indes gibt es dort noch einen Bomben-Verdacht.

Großes Lob hatte Mit-Investor Peter Czub am Mittwoch für die Stadtverwaltung übrig, weil es nur durch deren Einsatz möglich gewesen sei, dass bereits heute Bagger auf dem 3000 m² großen Grundstück Erdarbeiten verrichten. Denn zuvor habe man das Grundstück – so wie es bei Neubau-Vorhaben üblich ist – nach Bomben-Blindgängern untersuchen müssen. Bis zu einem halben Jahr hätten Peter Czub und seine Mit-Investoren Adam Koscielski und Ahmet Sönmez auf einen Termin warten müssen, weil die zuständige Abteilung bei der Bezirksregierung Arnsberg „völlig überlastet“ sei, schildert Czub. Die Stadt Waltrop habe sich eingeschaltet und eine „eilbedürftige“ Anfrage gestellt. „Innerhalb von zwei Tagen haben wir einen Termin bekommen“, lobt Czub.

Bagger können trotzdem arbeiten

So konnten die Erdarbeiten nun bereits beginnen, wenngleich es eine Einschränkung gibt. Im hinteren Bereich der Fläche gebe es einen Verdachtsmoment, wie die Verantwortlichen am Rande des obligatorischen Spatenstichs berichten. Nun müsse genauer untersucht werden, ob es sich hier tatsächlich um einen Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg oder um ein beliebiges anderes Stück Metall handelt. Weil der Verdachtspunkt ganz am Rande des Grundstückes liegt und von den Erdarbeiten nicht betroffen ist, kann der Bagger seine Arbeit gefahrlos fortführen.

Im Juli nächsten Jahres, so planen die Investoren, wird das erste von zwei Häusern bezugsfertig sein. Zwei Demenz-WGs mit jeweils zehn Betreuungsplätzen plus einem Trakt mit sieben kleinen Seniorenwohnungen finden in dem Haus statt. „Wir verfolgen hier einen etwas anderen Grundgedanken“, schildert Margarete Decher-Burbaum, Geschäftsführerin des Betreiber-Pflegedienstes Amarigo. So wolle man etwa Ehepaaren die Möglichkeit geben, weiterhin örtlich nahe beieinander zu sein, auch wenn ein Partner dement ist und betreut werden muss. Der Vorteil: „Man trägt dann nicht mehr die Verantwortung für den Partner“, sagt Margarete Decher-Burbaum. Der zweite, ähnlich konzipierte Bauabschnitt soll im Oktober 2019 fertig werden.

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