+
Die potenziellen künftigen Pfadfinderleiter übten im Pfarrgarten das Aufbauen einer Jurte, eines großen Gemeinschaftszeltes.

Neue Pfadfindergruppe

Mehr als "täglich eine gute Tat"

  • schließen

Waltrop - In Waltrop könnte es bald wieder Pfadfinder geben - in den 70ern war das zuletzt der Fall. Potenzielle Gruppen-Leiter haben sich jedenfalls schon einmal getroffen, um auszuloten, was machbar ist. Und dabei ging es um mehr als um das Klischee "jeden Tag eine gute Tat".

Pfadfinder, sie verstehen sich als Friedensstifter, die Bewegung war sogar vor einigen Jahren für den Friedensnobelpreis nominiert. Daran erinnert Georg Bischof, selbst seit vielen Jahren Pfadfinder und Ehemann von Pastoralreferentin Christine Bischof, die an Leiter-Tätigkeit Interessierten im Jugendtreff „Senfkorn“.

Muss man getauft sein?

Gemeinsam mit dem Bezirkskuraten (geistlichen Begleiter der Pfadfinder im Bezirk) Lukas Hegemann steht er den sechs Frauen und Männern, die zum Info-Tag gekommen sind, Rede und Antwort. Eine möchte wissen, ob man getauft sein muss, um bei den Pfadfindern mitzumachen. „Muss man nicht“, sagt Georg Bischof. Aber die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) sei eben ein katholischer Verband mit entsprechenden Werten. Es gibt auch ein evangelisches (VCP) und ein überkonfessionelles (BdP) Pendant.

Jurte aufgebaut

Nach Einführungsfilmen und Fragerunde wird im Garten eine Jurte aufgebaut, ein Gemeinschaftszelt aus schwarzen Zeltbahnen, die man zusammenknüpfen muss. Sabine Prange kennt das von früher: Vor Jahren aus dem Sauerland zugezogen, war sie einst von der Jungpfadfinder-Altersstufe (ab 11 Jahren) bis zur Gruppenleiterin bei den Pfadfindern dabei und überlegt nun, wieder einzusteigen. „Ich habe davon in der Zeitung gelesen, dass hier eine Gruppe aufgemacht werden soll“, erzählt sie.

Schritt für Schritt

Am liebsten würde sie nicht die ganz Jungen, die „Wölflinge“ betreuen, sondern eine Gruppe von Älteren. Aber der neue „Stamm“ – so heißt die Einheit auf Orts-Ebene – würde Schritt für Schritt aufgebaut und so ginge es wohl erst einmal mit „Wölflingen“ los. Georg Bischof gibt sich hoffnungsvoll, dass das etwas wird: „Mit sechs Gruppenleitern könnte man starten – wenn denn wirklich alle mitmachen und sich untereinander verstehen. Sie kennen einander ja noch nicht.“

Hilfsbereitschaft und Wahrhaftigkeit

Haben Sie Erinnerungen an Pfadfinder in Waltrop? Schreiben Sie uns: wzredaktion@medienhaus-bauer.de

Fest steht: Hilfsbereitschaft, Wahrhaftigkeit, Leben in und Schutz der Natur – das ist es, was Pfadfindern wichtig ist, und es sind gleichzeitig hochaktuelle Themen. Hinzu kommt natürlich die Suche nach Abenteuer und Gemeinschaft - in Zeiten des Smartphones für viele eine willkommene Rückbesinnung. So wird die Gründung der neue Gruppe sicher nicht an mangelndem Interesse von potenziellen Gruppen-Kindern scheitern.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Der SV Herta hat seine erste Mannschaft zurückgezogen - das sind die Auswirkungen
Der SV Herta hat seine erste Mannschaft zurückgezogen - das sind die Auswirkungen
Demonstration und Kundgebung am Berliner Platz in Oer-Erkenschwick - das steckt dahinter
Demonstration und Kundgebung am Berliner Platz in Oer-Erkenschwick - das steckt dahinter
Fridays for Future: 150 Teilnehmer  demonstrieren in Herten - so geht es weiter
Fridays for Future: 150 Teilnehmer  demonstrieren in Herten - so geht es weiter
Fridays for Future in Marl: Damit hat niemand gerechnet
Fridays for Future in Marl: Damit hat niemand gerechnet
Fridays for Future: Schüler kämpfen auch in Datteln für ihre Zukunft
Fridays for Future: Schüler kämpfen auch in Datteln für ihre Zukunft

Kommentare