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Selbst Stechen kann der kleine Karl (2) den Spargel noch nicht. Die Stangen mit Papa Jodokus Niermann fürs Foto zu präsentieren, das klappt dafür schon ganz gut.

Auf dem Hof Niermann

Der erste Rieselfeld-Spargel ist da

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Waltrop - Jodokus Niermann hat am Freitag im Rieselfeld den ersten eigenen Spargel gestochen. Noch ziert sich das Königsgemüse zwar etwas, aber am Samstag, wenn der Hof-Verkauf startet, dürften auch die Stangen kräftig sprießen.

Die letzten Tage und Nächte waren noch ein bisschen zu kalt – kein perfektes Spargel-Wetter. Das Königsgemüse mag es schön warm, dann drücken sich die Stangen in Windeseile nach oben. Genau so ein Wetter erwartet Jodokus Niermann vom Oberwieser Spargel- und Erdbeerhof am Samstag: „Es sollen 17 Grad werden. Dann geht es mit dem Spargel auch richtig los.“ Schließlich gilt: Je wärmer der Boden, desto schneller kommt der Spargel hoch. Und weil der leichte, sandige Rieselfeld-Boden am schnellsten warm wird, sticht Niermann auch auf seinem Feld in Unterlippe zuerst. Der Rieselfeld-Boden ist traditionell ein sehr sandiger.

Folien-Tunnel sorgen für Wärmestau

Für die richtige Spargel-Wärme sorgen derweil die Folien-Tunnel, die dieser Tage auf vielen Feldern zu sehen sind. „Wenn nur ein bisschen die Sonne scheint, dann sind unter dem Tunnel ganz schnell 30 bis 40 Grad und der Boden erwärmt sich super“, weiß Jodokus Niermann.

Ab Samstag wird er auf seinem Hof an der Recklinghäuser Straße 191 den ersten eigenen Spargel verkaufen. „Um die 13 Euro“ – der genaue Preis steht noch nicht fest – wird das Kilo in der besten Sortierung in diesem Jahr kosten. Die günstigsten Stangen kosten dann knapp unter zehn Euro/Kilo.

Mindestlohn drückt Preise hoch

Dass die Preise für den heimischen Spargel in den letzten fünf Jahren um etwa 30 Prozent gestiegen sind, liegt laut Niermann vor allem am gesetzlichen Mindestlohn, den natürlich auch die meist osteuropäischen Erntehelfer bekommen. Indes ist Niermann froh, überhaupt noch Helfer zu bekommen – im Moment aus Rumänien. Polnische Arbeiter würden schon gar nicht mehr nach Deutschland kommen.

Rund acht Hektar Spargel baut Jodokus Niermann noch an. „Früher war es mal doppelt so viel“, sagt der Waltroper Landwirt. Aber: Das Angebot ist groß, Spargel aus dem (warmen) Ausland wird seit Wochen verkauft. Und selbst wenn Niermann noch mehr anbauen wollte; auch die Flächen sind knapp. Neues Bauland ist eben begehrt...

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