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Besichtigung der "Willi" am Tag des offenen Denkmals.

Offene Türen

"Willi" kam zum Denkmal-Tag

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WALTROP - „Eigentlich ist es ja sowieso der Sinn eines Museums, alles zu zeigen, was es hat“, sagt Dr. Arnulf Siebeneicker. Trotzdem gab es am Tag des offenen Denkmals im Hebewerk-Museum, das Siebeneicker leitet, Einblicke, die man sonst nicht bekommt.

Da war zum Beispiel die „Willi“. Die „Péniche“, im Jahr 1909 in den Niederlanden als Kanalschiff erbaut, wurde nach einer langen, wechselvollen Geschichte, im Jahr 2004 von einem Verein aus der Schweiz vor der Verschrottung gerettet. Passend zum Denkmal-Tag lag sie am Sonntag neben der „Franz Christian“ am Unterwasser und wartete auf Besucher. Eine Familie aus Oelde, erstmals in Waltrop zu Besuch, gehörte mit zu den Ersten, die sich umschauten.

Mit dem Auto in ein paar Stunden da

Museumsleiter Siebeneicker kennt das Schiff übrigens sehr gut. Er nutzte im Sommer die Möglichkeit, gegen einen kleinen Kostenbeitrag für eine Woche mitzufahren – von Saarlouis nach Straßburg. „Erholsam“ sei das gewesen, wenn auch spartanisch, berichtet er. Die wissenschaftlichen Volontäre des Hebewerks, so seine Idee, sollten diese Erfahrung fortan auch machen. Michael Grünwald macht den Anfang: Er übernachtete am Sonntag schon auf dem Schiff, fährt dann mit der „Willi“ in ihr Winterquartier in Erlenbach am Main. „Mit dem Auto braucht man dreieinhalb Stunden, mit dem Schiff eine Woche“, sagt Grünwald augenzwinkernd, der sich auf die Reise freut. Freilich war das Hebewerk beileibe nicht die einzige Einrichtung in der Stadt, die sich am Denkmal-Tag beteiligte. Das Heimatmuseum, die Gedenkstätte des Frauenlagers, das Gut Nierhoff und andere Orte konnten ebenfalls besichtigt werden. Insgesamt hätte man der Sache mehr Bürger-Interesse gewünscht.

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