Personal-Engpass

Beitrags-Rückzahlung verzögert sich

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WALTROP - Eine Leserin wartet seit Monaten auf die Rückzahlung zu viel gezahlter Kita-Beiträge durch die Stadt Waltrop – offenbar kein Einzelfall. Hintergrund war ein eklatanter Personal-Engpass bei der Stadt, der jedoch jetzt behoben sein soll.

Das Einkommen der Leserin und ihres Mannes wurde von der Stadt höher angesetzt als es tatsächlich war. Damit landeten sie in der „falschen“ Beitragsstufe, hatten Anspruch auf Rückerstattung. Die ließ jedoch auf sich warten. Erst musste die eigentlich zuständige Mitarbeiterin andere Aufgaben übernehmen, dann war sie längerfristig krank. Die Leserin hat umfassend mit der Stadtverwaltung zu dem Thema kommuniziert. Sie äußert zwar viel Verständnis, sieht aber zugleich nicht ein, der Stadt ein „zinsloses Darlehen“ zu gewähren, setzte ihr eine Zahlungs-Frist. Andernfalls wolle sie die Einzugsermächtigung zurücknehmen und ihre Grundsteuer einbehalten, bis das Geld zurückgeflossen sei.

Moenikes: "Volles Verständnis"

Bürgermeisterin Nicole Moenikes hatte der Leserin bereits vor Weihnachten schriftlich geantwortet. Sie schreibt, sie könne die Beschwerde „voll und ganz verstehen“ und kündigt an, man werde die Rückzahlung „schnellstmöglich“ vornehmen. Indes: Eine neue Mitarbeiterin sei mit dem komplexen Sachgebiet betreut worden, die müsse nun aber erst einmal eingearbeitet werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung betonte Moenikes erneut, wie sehr sie die Situation bedaure. Als kleine Stadtverwaltung könne man nicht ohne Weiteres sicherstellen, dass jemand kurzfristig einspringe, wenn ein auf einen Bereich spezialisierter Mitarbeiter längerfristig ausfalle. Die Stadt müsse als Stärkungspakt-Kommune in besonderem Maße auf ihre Personalkosten achten und könne nicht einfach neue Leute einstellen.

Prioritäten gesetzt

Die betreffende Mitarbeiterin sei inzwischen wieder im Dienst. Nun werde die liegen gebliebene Arbeit Stück für Stück abgearbeitet. Man habe die öffentlichen Sprechzeiten reduziert, damit das zügig vonstatten gehe. Priorität hätten dabei aber solche Fälle, in denen Bürger auf Leistungen der Stadt in besonderem Maße angewiesen seien.

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