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Weihbischof Rolf Lohmann (2. v. re.) besuchte bei seiner Visitation unter anderem den „Laden“ und sprach mit Heiner Fehlker (re.).

St. Peter auf dem Prüfstand

Der Weihbischof kommt zur Visitation

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Waltrop - Weihbischof Rolf Lohmann war zur „Visitation“ in St. Peter. Er erfuhr, wo die Gemeinde in den kommenden Jahren ihre Schwerpunkte sieht.

Der Besuch von Weihbischof Rolf Lohmann in der katholischen Gemeinde St. Peter sollte nicht so ablaufen wie ein Einstufungsbesuch des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen bei einem Patienten. Vielfach will sich der Patient an diesem Tag keine Blöße geben, gibt sich fitter als er ist – und bekommt nicht die angemessene Pflegestufe. „Bei der Visitation des Weihbischofs am Dienstag und Donnerstag ging es um ein realistisches Bild von unserer Gemeinde“, sagt der Leitende Pfarrer Dr. Carsten Roeger.

Der letzte Besuch ist lange her

Alle paar Jahre kommt der Bischof oder Weihbischof in die Ortsgemeinden – nicht nur zur Kontrolle, sondern vor allem auch zur Kontaktpflege. Lohmann, der neu für Waltrop zuständig ist, hat hier zwar bereits gefirmt, kannte die Gemeinde aber bisher nicht im Detail. Eigentlich ist der Besuch alle fünf Jahre vorgesehen, aber in Waltrop lag die letzte Visitation schon viel länger zurück – sie war laut Roeger im Jahr 2008.

Auch wenn es nicht um Kontrolle gehen soll, so hat ein solcher Besuch in Zeiten knapper Mittel auch den Zweck, deutlich zu machen, auf welchen Feldern die Gemeinde ihre Schwerpunkte sieht und im Falle von Kürzungen hofft verschont zu bleiben. Ein Beispiel in Waltrop sei die Kirchenmusik, die hier einen hohen Stellenwert habe, berichtet Roeger.

Gebäude soll bis zum Sommer 2020 bleiben

Apropos „hoher Stellenwert“: Wie es mit dem Haus der Begegnung weitergeht, treibt viele Gemeindemitglieder und andere Waltroper um. Das sei aber nur am Rande Thema der Gespräche gewesen, dafür gebe es andere Zuständige beim Bistum, sagte Roeger. Aktuell ist der Sachstand der, dass das Gebäude bis zum Sommer 2020 wie bisher nutzbar bleiben soll. Dann soll es einen Neubau geben. Details, etwa zur Größe des neuen Hauses, zur Finanzierung und zur Übergangslösung während der Bauphase, stehen noch in den Sternen – beziehungsweise sind Gegenstand von Gesprächen des Pfarrers und des Bauausschusses des Kirchenvorstands mit dem Bistum. Wann Entscheidungen fallen, kann Roeger nicht einschätzen.

Kinder- und Jugendarbeit wichtig

Jedenfalls wird dann ein barrierefreier Neubau entstehen. „Klar ist, dass es einen Jugendbereich geben soll“, sagt Roeger – und schlägt damit wieder den Bogen zur Visitation. Denn dass die Kinder- und Jugendarbeit in St. Peter eine große Bedeutung hat – auch dies gab die Gemeinde dem Weihbischof mit auf den Weg. Mehr wird im Pastoralplan stehen, an dem noch bis Ende des Jahres gearbeitet wird.

In St. Peter hatte der Weihbischof ein straffes Programm absolviert, sprach unter anderem mit den Seelsorgern und den Gemeindegremien, der Flüchtlingshilfe und der Bürgermeisterin und lernte das Modell des Sozialkaufhauses „Der Laden“ kennen.

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