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Monika Worms-Schuchardt hat einst Karl Lagerfeld getroffen

Prominenz

Wo eine Waltroperin Karl Lagerfeld traf

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WALTROP - Zopf, dunkle Sonnenbrille, Fächer in der Hand – so kennt die Öffentlichkeit Karl Lagerfeld, der am Dienstag starb. Während die allermeisten ihn nur aus den Medien kennen, hat Monika Worms-Schuchardt den großen Modeschöpfer und Designer persönlich kennengelernt.

Es war im Jahr 1990 in Monte Carlo, im Hotel de Paris. Fotos von diesem denkwürdigen Erlebnis hütet die Waltroperin Monika Worms-Schuchardt noch heute wie ihren Augapfel – neben anderen Andenken: Original-Zeichnungen von Lagerfeld und spezielle Parfüm-Flakons.

Per Hubschrauber an die Cote d'Azur

Denn daher rührt die Verbindung zwischen der 72-Jährigen und dem Modeschöpfer: „Ich habe damals als Drogistin in Wuppertal gearbeitet“, erklärt Worms-Schuchardt, die in der Zeit Kosmetik, Parfüm und Pflegeprodukte verkaufte. Bei der Gelegenheit wurde sie eines Tages entdeckt, sollte fortan in großen Kaufhäusern in ganz Deutschland, darunter das KaDeWe oder das Kaufhaus Breuninger in Stuttgart, Promotion für Kosmetik und Parfüm machen. Sie habe so auch mit der Karl-Lagerfeld-Zentrale in Düsseldorf zusammengearbeitet. Und eines Tages wurde das Deutschland-Team nach Monte Carlo eingeladen. „Lagerfeld wollte die Leute mal kennenlernen, die für ihn arbeiten“, erzählt Monika Worms-Schuchardt. Per Hubschrauber ging es von Deutschland an die Côte d’Azur. „Wenn schon, denn schon“, sagt die Waltroperin heute lachend. Und dann saß sie da, direkt neben Lagerfeld.

Treffen mit Mode-Ikone

Hin und her habe sie im Vorfeld überlegt, was sie anziehen sollte für das Treffen mit der Mode-Ikone. Ein blaues, langes Kleid wurde es schließlich. Und als dann Lagerfeld neben ihr saß, „da haben wir uns ganz normal unterhalten“. Keine Spur von Extravaganz oder Getue. „Wir haben über seine Katze gesprochen“, weiß Monika Worms-Schuchardt noch. Was es zu essen gab, daran erinnert sie sich nicht mehr. „Lagerfeld hat ja nie viel gegessen.“

Aufregende Begegnung

Doch, das sei eine aufregende Begegnung gewesen. „Ist ja eine Ehre!“ Als Karl Lagerfeld jetzt starb, „da war ich geschockt“. Sie habe alle Artikel aufbewahrt, die anlässlich seines Todes in den Zeitungen erschienen sind. Aber es war auch eine Gelegenheit, sich zu erinnern. Zum Beispiel daran: Wenn ein neues Produkt auf den Markt kam – Lagerfeld kreierte unter anderem das Parfüm Chloé for Woman oder den nach ihm benannten Herrenduft – hieß das für die Damen, die dafür Werbung machten, dass auch ihre Kostüme farblich auf die Verpackung des Dufts abgestimmt wurden. „Und die hohen Hacken, die wir immer tragen mussten!“, erzählt Worms-Schuchardt lachend. Abends habe sie die Absatz-Schuhe immer sofort in die Ecke geschleudert.

Ihre berufliche Beschäftigung mit Mode und Schönheit liegt heute hinter der 72-Jährigen. Ein gepflegtes Äußeres, das liegt ihr immer noch am Herzen. Karl Lagerfeld fände das sicher gut. Bekanntlich lautet eines seiner berühmtesten Zitate: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

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