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Die offenen Strukturen im Zechenhaus des 21. Jahrhunderts vermitteln eine wohlige Großzügigkeit.

Mix aus Pütt und Toskana

Ein ganz besonderes Zechenhaus

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WALTROP - Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist ein außergewöhnlich spannendes Haus, in dem das Architektenpaar Claudia Blanc (52) und Andreas Mecklenburg (54) da an der Sydowstraße lebt. Es ist das Zechenhaus 2010. Denn von einem besonderen Stil mögen die in Gelsenkirchen geborenen Ruhrgebietler denn auch gar nicht sprechen. Haus und Garten passen sich auf knapp 500 Quadratmetern fabelhaft der alten Zechenmauer des Waltroper Pütts an.

Die offene Bauweise, die das Haus zu jeder Zeit mit Tageslicht durchflutet, vermittelt eine Großzügigkeit, die den 122 Quadratmetern im Normalfall gar nicht zugeordnet wird. „Zechenhäuser waren in ihrem Ursprung ja eher kleinteilig gebaut. Die offene Struktur mit zwei Galerien schafft innen die Luftigkeit, außen hebt sich unser Haus ganz bewusst nicht von der Nachbarschaft ab“, erläutert Andreas Mecklenburg die besondere Atmosphäre des Hauses.

Mediterranes Leben

Und die des Gartens. Da ist viel Pütt und eine Prise Toskana. Mediterranes Leben direkt an der Zechenmauer. Wer genau hinschaut, entdeckt eine Ziegelstruktur, die mit dem alten Backstein am Gartenrand hervorragend korrespondiert. Im Prinzip sind es Fehlfarben-Steine aus einer Ziegelei im Münsterland, die dann noch besonders geschlämmt wurden. An der hohen Wand hinter dem Wohnzimmerkamin haben Claudia Blanc und Andreas Mecklenburg immer wieder den Überstrich ausprobiert. „Bis die Pampe zu der Farbe der für das Ruhrgebiet so typischen Zechenmauern passte“, erinnert sich Mecklenburg an die Bauphase vor knapp sechs Jahren.

Garten nach dem Sonnenlauf

Wie bei der Anordnung der Fenster des Hauses, ist der Garten quasi nach dem Sonnenlauf angelegt. Hier ein Plätzchen für die Morgensonne, dort ein Tisch und zwei Stühle für die Mittagszeit. So ziehen sich die kleinen Terrässchen durch den Pflanzengarten. Wer weiß, wo es sich gut in der Sonne sitzen lässt, der weiß natürlich auch wo Schatten ist, wenn's mal richtig heiß wird. Wenn die Sonne strahlt, dann entfaltet auch die gar nicht als Garagenwand zu erkennende Mauer die ganze mediterranen Wärme, die die meisten von uns in Italien oder auf Mallorca so lieben. Wer dieses Zechenhaus gesehen hat, der weiß wer das neue Stromberg gemacht hat. Mecklenburg: „Ein Schmuckstück für Waltrop.“

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