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Das Waltroper Rathaus an der Münsterstraße.

Rathaus

Zahl der Kündigungen sprunghaft gestiegen

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WALTROP - Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Stelle im Waltroper Rathaus kündigten, ist im Jahr 2018 sprunghaft angestiegen. Das geht aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine entsprechende Anfrage des Waltroper Aufbruchs (WA) hervor, die jetzt im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt und diskutiert wurde.

Der WA hatte wissen wollen, wie sich die Anzahl der Kündigungen in den vergangenen Jahren entwickelt hat. In den Jahren 2014 bis 2016 hatte es jeweils überhaupt keine Kündigung gegeben, im Jahr 2017 waren es drei, im vergangenen Jahr aber 13. Deliah Demirkilic, bei der Stadt für das Thema Personal zuständig, erklärt die hohe Fluktuation mit einem „wachsenden und arbeitnehmerfreundlichen Stellenmarkt im Öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft“. Im Öffentlichen Dienst müssten, weil zurzeit viele Mitarbeiter in Rente beziehungsweise Pension gingen, immer häufiger vakante Stellen nachbesetzt werden. „Aktuell sind allein kreisweit 30 Stellenausschreibungen veröffentlicht“, sagte Deliah Demirkilic. Hinzu kämen die freien Stellen in Nachbarstädten außerhalb des Kreises.

Gründe dürfen nicht erfragt werden

Auf Nachfrage von Monya Buß (Grüne), ob ein Bereich der Stadtverwaltung von Kündigungen besonders stark betroffen sei, antwortete Bürgermeisterin Nicole Moenikes, davon könne man nicht sprechen. Vielfach habe der Wegzug von Mitarbeitern in eine andere Region auch mit sich gebracht, dass sie ihre Stelle in Waltrop gekündigt hätten. Die Stadtverwaltung macht darauf aufmerksam, dass sie genaue Gründe für einen Arbeitgeberwechsel bei den betreffenden Mitarbeitern nicht erfragen darf. Der WA hatte gefragt, welche Kündigungs-Gründe der Stadt genannt worden seien. Außerdem teilt die Stadt auf WA-Anfrage mit, dass in der Verwaltung im Jahr 2018 zwei Beamte in Pension und fünf Beschäftigte in den Ruhestand gegangen seien. Nachdem der Krankenstand von 2016 auf 2017 deutlich reduziert werden konnte – von 14,6 auf 11,26 Prozent – stagniert er aktuell. Er liegt 2018 bei 11,83 Prozent. Der Waltroper Aufbruch fragt auch nach Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, die dazu beitragen sollen, dass die Mitarbeiter fit bleiben. Die Stadt führt eine ganze Reihe von Maßnahmen auf – von den Elektrofahrrädern für den Dienstgebrauch über Yoga in der Mittagspause bis zum verpflichtenden Dienstsport bei der Feuerwehr.

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