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Draußen vor der Kirche beteten die Gläubigen gemeinsam das Vaterunser.

Resümee nach dem Kirchenstreik

"Maria 2.0" soll keine einmalige Aktion bleiben

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Waltrop - Die Organisatorinnen der Aktion "Maria 2.0" sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des "Kirchenstreiks" in Waltrop. Scharenweise hatten die Gläubigen am Samstag die Vorabendmesse in St. Peter verlassen. Es solle aber nicht bei einer einmaligen Aktion bleiben, sagt Annette Fehlker aus dem Organisatorinnen-Team.

Bundesweit machen damit Frauen darauf aufmerksam, dass sie nicht mit dem Umgang ihrer Kirche mit den Missbrauchsfällen einverstanden sind und dass sie den Zugang von Frauen zu allen Ämtern fordern. Für Waltrop sei die Aktion – Frauen und Männer gingen aus der Messe, beteten draußen das Vaterunser und kehrten dann zurück – sehr angemessen gewesen, fand Annette Fehlker.

Kein "harter Protest"

In Heilig Kreuz in Münster hätten die Frauen den kompletten Gottesdienst draußen vor der Tür gefeiert. In diesen „ganz harten Protest“ hineinzugehen, wäre für Waltrop aus Annette Fehlkers Sicht nicht der richtige Weg gewesen. „Da hätten sicher einige nicht mitgemacht.“ Sie hat von verschiedenen Frauen gehört, die sonst eigentlich nicht die Messe besuchen, aber am Samstagabend gezielt in die Pfarrkirche St. Peter kamen, um sich an der Aktion zu beteiligen. „Da wird sowas wie Hoffnung wach“, findet sie. Am Samstag zwischen 10 und 13 Uhr sind sie mit Unterschriftenlisten zu einem Offenen Brief an den Papst in der Maria-2.0-Angelegenheit noch einmal am Kiepenkerl. Und es gebe schon eine Reihe von Frauen, die sich auch weiter um ihr Anliegen kümmern wollen. Man werde nun schauen, was andere Netzwerke innerhalb der Kirche schon tun – durchaus auch international und über die eigene Konfession hinaus. Es solle nicht bei einer einmaligen Aktion bleiben.

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