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Die zuständige WSA-Mitarbeiterin Sabine Kramer

Revision bis 28. September

Schleusen-Inspektion muss schnell gehen

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WALTROP - Geschäftiges Treiben herrscht derzeit an der Schleuse Henrichenburg in Waltrop: Das Bauwerk ist für die turnusmäßige Inspektion und diverse Reparaturen gesperrt – seit Montag und noch bis zum 28. September. Alle sechs Jahre steht die große Inspektion an, und die sei „akribisch geplant“, berichtet Bauingenieurin Sabine Kramer

Sie ist beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich zuständig für Betrieb und Unterhaltung. Denn es gibt einiges zu tun: Die Kammerwände und der Boden („Sohle“) werden bei der Inspektion gründlich untersucht; Betonschäden und Risse an Stahlbauteile aufgespürt. Etwa 40 Arbeiter flitzen ständig über die Baustelle; ohne Gummistiefel geht hier gar nichts.

Zuerst musste das Wasser raus

Um die Inspektion durchführen zu können, musste natürlich zuerst das Wasser aus der Schleuse – rund 30.000 Kubikmeter. Dazu wurde die Schleusen-Kammer eingedämmt, sprich an Ober- und Unterwasser wurden Wände davorgesetzt, damit das Wasser draußen bleibt, und das Schleusenbecken wurde leergepumpt. Gerüstteile schwebten sodann mittels eines Riesen-Krans herbei und wurden aufgebaut, damit die entsprechenden Facharbeiter sich an den Korrosionsschutz am Untertor machen konnten.

Arbeitsbereich wird eingehaust

Das habe man schon im Vorfeld festgestellt, dass hier neuer Korrosionsschutz nötig sei, erklärt Sabine Kramer. Denn bevor eine neue Beschichtung aufgetragen wird, muss die alte abgestrahlt und der Arbeitsbereich dazu eingehaust werden: In den alten Belägen sind Schadstoffe enthalten, die nicht in die Umwelt gelangen dürfen. Beim Untertor handelt es sich übrigens um ein Stemmtor. Bei diesem Tor-Typ gibt es zwei Flügel, die die Schleusenkammer in einem stumpfen Winkel verschließen. Beim Obertor handelt es sich um ein Drehsegment-Tor – es schwenkt, wenn die Schleusenkammer mit Wasser gefüllt ist, in eine Nische im Boden. Am Obertor sind zurzeit die Mitarbeiter der Fachstelle für Maschinenwesen in Datteln am Werk. „Sie überprüfen die Mechanik; die Hydraulik-Aggregate und mehr“, erläutert Sabine Kramer.

Zeit ist knapp bemessen

Die Zeit für die Arbeiten sei extrem knapp bemessen, sagt die Bauingenieurin. Schließlich kappt die Sperrung den Weg zum Dortmunder Hafen, und das soll nicht länger als nötig so sein. Auch deswegen wird teilweise im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet, etwa bei den Korrosionsschutz-Arbeiten. Man habe auch diverse Ersatzteile auch schon mal „auf Verdacht“ bestellt und bereitgelegt, auch wenn unwahrscheinlich ist, dass sie zum Einsatz kommen.

Alles nach Plan

Bislang laufe alles nach Plan, unliebsame Überraschungen sind noch nicht aufgetaucht. Sabine Kramer, die ihr Büro am WSA-Standort in Duisburg hat, ist zurzeit öfter in Waltrop. Ihr Job spiele sich je etwa zur Hälfte im Büro und draußen auf der Baustelle ab, erklärt sie. Genau das gefalle ihr auch – vor Ort zu sehen, was sie am Schreibtisch geplant hat.

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