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Ist stolz auf seinen Werkpark: Bauherr Guido Sträter.

Richtfest am Samstag

Der Werkpark lockt jetzt schon interessante Start-ups

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Waltrop - Am Samstag feiert der „Werkpark“ im Leveringhäuser Feld Richtfest. Mit ihrem Konzept gehen die Bauherren Guido Sträter und Angelika Tadsen völlig neue Wege. Ein nicht alltägliches Projekt von Waltropern, für Waltrop, das interessante Start-ups in die Stadt ziehen wird.

Es würde ihrem Vorhaben nicht gerecht werden, mit einem XXL-Garagenpark verglichen zu werden. Denn das, was gerade im Leveringhäuser Feld entsteht, ist deutschlandweit ein nahezu einzigartiges Konzept. „Nur in Berlin haben wir etwas Ähnliches gefunden“, sagt Guido Sträter. Die Preise dort sind mit Waltroper Verhältnissen freilich nicht zu vergleichen. Mit 6,66 Euro pro Quadratmeter Hallen- und Bürofläche ist der Werkpark nach der Tabelle eines großen Online-Immobilienportals sogar günstiger als ein XXL-Garagen-Anbieter in Datteln.

Viel mehr als ein Lagerraum

Dass im Werkpark kein schnödes Lager entstehen wird, darauf legen Guido Sträter und Angelika Tadsen großen Wert. „Wir sind da schon etwas wählerisch“, sagen die Bauherren. Wählerisch zwar – als überheblich wollen sie das aber nicht verstanden wissen. „Es geht uns darum, viele interessante Menschen mit spannenden Ideen nach Waltrop zu holen“, erklärt Sträter. Freigeister, Visionäre, Start-ups; eben Menschen, die mit Herzblut, einem guten Konzept und frischen Ideen den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollen. „Diese Menschen zu unterstützen, das ist uns ein Anliegen“, schildert Sträter, der selbst seit 30 Jahren erfolgreicher Unternehmer in der Speditions-Branche ist. Gleiches gilt für seine Gattin Angelika Tadsen, die Inhaberin der Bücherinsel. „In 30 Jahren Selbstständigkeit haben wir viele gute Leute kommen und gehen sehen“, sagt Sträter. Denn manchmal scheiterten Existenzgründungen an kleinen Dingen wie Unerfahrenheit. „Wir waren damals für jede helfende Hand dankbar, die uns gereicht wurde“, sagt der Unternehmer rückblickend. Eben als solch eine „helfende Hand“ verstehen sich die Waltroper Unternehmer auch. Ihr Konzept mit dem Werkpark zielt gar darauf ab.

Zehn Hallensegmente

Baulich gibt es zehn identische Hallensegmente (175m²) mit zehn identischen Büroräumen (60 m²). Gebaut haben die Unternehmer auf höchsten Niveau; nachhaltig, energieeffizient und – was das dazugehörige Bürogebäude angeht – auch behindertengerecht. Das sei gar nicht so viel teurer, wenn man es gleich von Anfang an in den Planungen berücksichtigt, hat Sträter festgestellt. Wer im Werkpark sein Start-up ansiedeln möchte, der kann auf die Expertise der Waltroper Unternehmer zählen. Es wird unter anderem das Angebot einer gemeinsamen Buchführung geben und einen Hausmeister, der kleinere Hilfestellungen gibt.

Samstag ist Richtfest

Vier Hallen haben Guido Sträter und Angelika Tadsen schon vermietet. Unter anderem an ein junges Unternehmen, das sich mit nachhaltige Verpackungen für Parfüms und Cremes beschäftigt. Ebenfalls nach Waltrop zieht ein Start-up, das mit Spezialanbauteilen für Formel-1-Autos zu tun hat. „Die sind ein Gewinner des Brexit“, verrät Sträter, der den Juli als endgültigen Termin für die Werkpark-Eröffnung nennt. Am kommenden Samstag, 4. Mai, ist zunächst Richtfest am Werkpark (Am Herdicksbach 2). Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen (12 bis 16 Uhr).

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