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Um den Neubau einer Feuer- und Rettungswache ging es jetzt im Fachausschuss.

Skepsis vonseiten des "Aufbruchs"

Politik macht Weg frei für neue Feuerwache

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Waltrop - Das Projekt „neue Feuer- und Rettungswache“ kann jetzt konkret in Angriff genommen werden. Der Fachausschuss hat der Stadtverwaltung politische Rückendeckung gegeben - mit Ausnahme des Waltroper Aufbruchs (WA).

Michael Baumeister (WA) sagte, er könne so einem Millionen-Projekt nicht zustimmen, ohne Details zu kennen. Zudem befürchte er einen „Kreishaus-Effekt“. Bekanntlich hatte der Kreistag jüngst seinen Neubaubeschluss für das Kreishaus nach massiven Bürgerprotesten zurückgenommen. Martin Voskort, bei der Stadt unter anderem zuständig für Feuerwehr-Angelegenheiten, konnte dieses Argument so nicht nachvollziehen. Es gehe hier nicht darum, der Feuerwehr ein "Räppelchen" zu geben – es gehe um die Sicherheit der Bürger, macht Voskort deutlich. So sei der Bau einer neuen Feuer- und Rettungswache keinesfalls mit dem Neubau eines Kreishauses zu vergleichen.

"Reaktion wie beim Kreishaus"

Auch Grünen-Vertreterin Ingrid Täger hatte zuvor ähnliche Bedenken angemeldet („Auch ich befürchte, dass es eine Reaktion wie beim Kreishaus geben könnte“). CDU-Mann Horst Michael hatte indes um weitere Details gebeten, da ihm die Größenordnung des neuen Grundstücks – 11.000 m² – auf den ersten Blick sehr groß erscheine. „Da schluckt man zunächst mal.“

Machtwort von Böhm

Karl-Heinz Böhm (SPD) hatte daraufhin das Wort ergriffen und seine Verwunderung über die plötzlichen Äußerungen seiner Vorredner zum Ausdruck gebracht. „In der Arbeitsgruppe, in der alle, die hier sitzen, vertreten sind, gab es überparteilichen Konsens“, stellte Böhm fest. Die Feuerwehr habe eine Verantwortung den Bürgern gegenüber – „und wir haben nun eine politische Verantwortung der Feuerwehr gegenüber“, brachte es der SPD-Ratsherr auf den Punkt. Sein Machtwort fand Gehör. Mit Ausnahme des Aufbruchs beschloss der Ausschuss, den Bau der neuen Feuer- und Rettungswache in Angriff zu nehmen.

Kosten: zweistelliger Millionenbetrag

Schätzungen zufolge wird der Neubau einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Wo die neue Feuer- und Rettungswache gebaut wird, steht noch nicht fest. Viele Grundstücke kommen dafür jedoch nicht infrage, weil Feuerwehr und Rettungsdienst ihre Hilfsfristen nur dann einhalten können, wenn die Wache an einem relativ zentralen Punkt in der Stadt liegt. Dem Vernehmen nach könnte ein Grundstück im erweiterten Oberdorf infrage kommen. Der jetzige Standort an der Große-Geist-Straße ist zu klein, ein Neubau dort ausgeschlossen.

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