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Am Equal Pay Day hatten die SPD-Frauen erneut einen Stand am Kiepenkerl-Brunnen aufgebaut. Auch Erwin Kruszinski informierte sich und spielte beim „Spiel des Lebens“ mit.

SPD-Aktion zum Equal Pay Day

Beim Spiel des Lebens zeigen sich die Knackpunkte

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Waltrop - Anlässlich des Equal Pay Days, also des internationalen Aktionstags für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, hatte auch in diesem Jahr die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im SPD-Stadtverband einen Info-Stand am Kiepenkerl-Brunnen aufgebaut – zum mittlerweile 13. Mal.

Teil des Standes war zum einen ein Quiz, bei dem Fragen wie „Wie groß ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen aktuell?“ zu beantworten waren. Richtig ist: 21 Prozent. Da staunte auch Erwin Kruszinski, Vorsitzender des Waltroper Seniorenbeirats, nicht schlecht. Kernstück des Info-Stands, an dem traditionell auch wieder rote Taschen – sie sind das Symbol des Equal Pay Days – verteilt wurden, war das „Spiel des Lebens“.

Spielerisch

Entscheidende Ereignisse im Leben von Jungen und Mädchen, später Männern und Frauen, waren darauf markiert. Dass als Kinder noch alle gleich starten, macht das Spiel deutlich, und auch, dass später in der Schule Mädchen weniger häufig Nachhilfe brauchen und öfter Abitur machen. „Und dann macht ein junger Mann vielleicht ein Auslandsjahr, eine junge Frau ein FSJ“, erklären Gaby Heinze und Monika Mühle.

Knick ab Mitte 20

Ab Mitte 20, Anfang 30 passiere oft ein Knick: Die Männer starten durch, die Frauen bekommen Kinder, gehen in Teilzeit, pflegen später Familienangehörige – und nicht zuletzt beim Rentenanspruch macht sich das bemerkbar. „Und was passiert, wenn eben nicht alles glatt läuft?“, fragen Monika Mühle und Gaby Heinze. Wenn Scheidung oder der frühe Tod des Besserverdienenden eintritt?

77 Tage umsonst arbeiten

Um auf diese Dinge aufmerksam zu machen, sei der Equal Pay Day eine gute Gelegenheit. „77 Tage mussten Frauen in diesem Jahr arbeiten, bis sie die Männer eingeholt haben“, erklären die Organisatorinnen. Das ergibt sich aus Zahlen des Statistischen Bundesamts – gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn. Der habe für Frauen im Jahr 2017 16,59 Euro betragen, während Männer auf 21 Euro kamen.

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