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Die ehemalige Phoenixschule.

SPD-Fraktionschef fordert

Beim Thema Wohnungsbau soll die Stadt nicht nachlassen

WALTROP - SPD-Fraktionschef Detlev Dick mahnt die Stadt, auch im neuen Jahr beim Wohnungsbau am Ball zu bleiben. Im Auge hat er auch das Gelände der ehemaligen Phoenixschule.

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist in Waltrop unverändert groß. Und das betrifft nicht nur sozialen Wohnungsbau. SPD-Fraktionsvorsitzender Detlev Dick erinnert etwa auch daran, dass im Neubaugebiet Großer Kamp die Gartenhofhäuser besonders beliebt und entsprechend schnell verkauft waren. Gartenhofhäuser sind Gebäude, die meist L- oder U-förmig angelegt und eingeschossig sind. Besonders bei Senioren, davon ist Dick überzeugt, gebe es weiteren Bedarf an dieser Wohnform. Die SPD hatte zuletzt mehrere Anträge zum Thema Wohnen gestellt, auch zur Bebauung der Waldstadion-Fläche (wir berichteten). Das mündet nun in einer Einladung der Stadtverwaltung zu einer Info-Veranstaltung in der übernächsten Woche, bei der Optionen für ein „Wohnen in Gemeinschaft“ auf diesem Areal von Fachleuten vorgestellt werden sollen. Für die Schaffung weiteren Wohnraums hat Detlev Dick nun auch das Gelände der ehemaligen Phoenixschule an der Hafenstraße in den Blick genommen. Ein Teil des Areals könne für sozialen Wohnungsbau vorgesehen werden, ein anderer Teil aber auch bewusst für alternative Wohnformen, etwa auch Generationen-Wohnprojekte.

"Ältere Generation besonders in den Blick nehmen"

Überhaupt müssten die Bedürfnisse der älteren Generation besonders in den Blick genommen werden: Eine Uni-Studie hatte schon 2013 gezeigt, dass es bei vielen Klöckner-Siedlern den Wunsch gibt, auch im Alter, wenn sie nicht mehr so mobil sind, weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Die Siedlung wurde zwischen 1956 und 1960 errichtet. „Ich kenne aber einige, die inzwischen in die Innenstadt gezogen sind, weil es in der Siedlung nichts Passendes gab“, bedauert Dick. Das soll nun anders werden. Die SPD wolle bei einer Bebauung des Phoenixschul-Geländes darauf achten, dass die Stadt nicht der Versuchung erliege, wegen des höheren zu erzielenden Grundstückspreises dort nur teurere Wohnformen zu realisieren. Auch in neuen Jahr bleibt unterdessen das Thema Mietpreise aktuell – und die Frage, wie überteuerte Mieten verhindert werden können. Dick glaubt, dass er inzwischen die CDU davon überzeugt hat, dass ein Mietspiegel für Waltrop sinnvoll ist. Im höheren Preissegment unterscheide sich das Preisgefüge in Waltrop deutlich von dem bisher als Referenz herangezogenen Spiegel in Oer-Erkenschwick, sagt Dick.

Hohe Priorität für Mietspiegel

Er will weiter darauf dringen, dass die Waltroper Stadtverwaltung sich trotz der im Rathaus herrschenden starken Arbeitsbelastung der Sache mit hoher Priorität annimmt. Die Zahl der Klagen wegen Mieterhöhungen sei in Datteln um 30 Prozent gesunken, seit es dort einen Mietspiegel gebe.

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