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Der angebliche Tatort: die Volksbank-Hauptstelle am Moselbach.

Straftat vorgetäuscht

Volksbank: Überfall-Geschichte war gelogen

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Waltrop - Diese Geschichte kam der Polizei von Beginn an komisch vor. Ein damals 48-jähriger Oer-Erkenschwicker soll in den frühen Morgenstunden des 1. August 2016 im Foyer-Bereich der Volksbank-Hauptstelle in Waltrop von zwei Unbekannten überfallen und ausgeraubt worden sein. Das jedenfalls hatte das angebliche Opfer so behauptet. Nun steht fest: Seine detailliert ausgeschmückte Geschichte war frei erfunden.

Das Amtsgericht Recklinghausen hat den heute 49-Jährigen jetzt wegen Vortäuschens einer Straftat zu 60 Tagessätzen verurteilt. Wie hoch die Geldstrafe genau ausfiel, dazu machte Dr. Christian Kuhnert von der Staatsanwaltschaft Bochum keine Angaben.

Mann hatte die Ermittler unterschätzt

Fest steht: Das angebliche Opfer eines Raubüberfalls hatte beim Erzählen seiner Geschichte jede Menge Fantasie an den Tag gelegt. Die Schwachstelle seines Planes: Er hatte die Ermittler unterschätzt. Denn was der Oer-Erkenschwicker offenbar nicht bedachte: So eine Bank ist kameraüberwacht. Zudem können Geldinstitute durchaus auch Kontobewegungen nachvollziehen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die angebliche Tat so nicht stattgefunden haben kann, wie Oberstaatsanwalt Kuhnert bestätigt. Man habe unter anderem Videomaterial ausgewertet. Von einem Überfall war weit und breit nichts zu sehen.

Was hinter dem gaunerischen Plan steckte: Der Mann wollte das vermeintlich gestohlene Geld mit Verweis darauf, dass die Bank für die Sicherheit zu sorgen hätte, zurückerstattet haben, wie Vorstand Ludger Suttmeyer bestätigte. Der Plan ging gründlich in die Hose.

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