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Um diese Fläche nahe des Kraftwerks geht es. Foto: privat

Am Stummhafen

Interessenten fürs Grundstück am Kraftwerk

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WALTROP - Das Zwölf-Hektar-Grundstück am Stummhafen, einst Bauvorbereitungsfläche fürs Trianel-Kraftwerk, wurde früher als „Filet-Grundstück“ beworben, nicht zuletzt wegen seines „trimodalen Anschlusses“ an die Bahn, den Kanal und die Straße. Indes: Ein Unternehmen, das sich auf der Fläche niederlassen wollte, fand sich lange nicht. Jetzt aber tut sich offenbar etwas.

Trianel-Sprecher Maik Hünefeld bestätigte, es gebe mehrere Interessenten für die Fläche, nannte aber keine Namen. Es gebe Gespräche zwischen Trianel, der Stadt Waltrop und den Interessenten. Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) bestätigte das auf Anfrage. SPD-Fraktionsvorsitzender Detlev Dick hatte das Thema Trianel-Fläche wieder auf die Agenda gebracht und in einem Antrag daran erinnert, dass es einen Vertrag aus dem Jahr 2007 gibt. Nach Aufnahme des kommerziellen Betriebs sollte Trianel demnach Maßnahmen zur Nutzung des Grundstücks umsetzen – unter anderem ist im Detail die Breite der Erschließungsstraßen und -wege festgelegt. Das Kraftwerk ist seit 2013 in Betrieb, umgesetzt sind die Vorgaben aber noch nicht. Die Stadt solle Kontakt mit Trianel aufnehmen, beantragt Dick, und „die Vertragserfüllung zeitnah einfordern“ – um nach Jahren des Stillstands die Chance zu ergreifen, das Gelände zu vermarkten. Moenikes entgegnete gegenüber der WZ, sie sei – auch ohne dass es des SPD-Antrags bedurft hätte – seit längerem im Gespräch mit Trianel und den Interessenten. Trianel wisse auch um die Verpflichtungen, die sich aus dem Vertrag ergeben.

Geht es um Verwaltungsgebäude?

Trianel-Sprecher Hünefeld erinnerte daran, dass die Stadt sich schwer damit getan habe, einen Angebots-Bebauungsplan zu erstellen. Grund: Weil das Trianel-Kraftwerk (wie auch das Uniper-Kraftwerk in Datteln) weiterhin vor Gericht beklagt wird, ist ungewiss, ob die Genehmigung der 750-Megawatt-Anlage auf Lüner Stadtgebiet Bestand hat. Davon aber hängt wiederum ab, ob auf dem benachbarten Grundstück auf Waltroper Boden – also der Fläche, um die es geht – Gewerbe angesiedelt werden kann, das Schadstoffe ausstößt und in welchem Umfang. Wenn Trianel die Genehmigung verlöre, würden sozusagen „Verschmutzungs-Kapazitäten“ in der Nachbarschaft frei. Bis das geklärt ist, kann es noch Jahre dauern. Noch komplizierter wird die Gemengelage, wenn man den Kohlekompromiss einbezieht, der dazu führen dürfte, dass das Kraftwerk kürzer am Netz bleibt als ursprünglich geplant. Nun aber geht es dem Vernehmen nach in Richtung Ansiedlung von Verwaltungsgebäuden. Das wäre wohl allen Beteiligten recht: Damit wäre man das Thema Emissionen los und hätte zugleich eine relativ große Zahl an Arbeitsplätzen auf Waltroper Boden geschaffen. Was die Fläche angehe, sei damals allen Beteiligten jederzeit bewusst gewesen, dass die Infrastruktur erst geschaffen werden muss, sagte Trianel-Sprecher Hünefeld. Wenn klar sei, wer die Fläche nutze, werde über die Einzelheiten der nötigen Infrastruktur geredet.

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