Taschengeldbörse

Schüler helfen Senioren

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WALTROP - Wer als Schüler sein Taschengeld aufbessern und zugleich was Gutes tun will, hat in Waltrop bald vielleicht eine neue Möglichkeit.

Das Rasenmähen wird einfach zu beschwerlich und die Einkäufe ebenso. Einige Senioren wünschen sich Hilfe bei kleinen Tätigkeiten wie diesen. Der Seniorenbeirat der Stadt Waltrop hat sich eine Lösung für das Problem überlegt: Schüler könnten ihr Taschengeld aufbessern, indem sie den älteren Menschen in ihrem Alltag helfen. In seiner jüngsten Sitzung am Montagabend im Waltroper Rathaus diskutierten die Mitglieder des Seniorenbeirats, wie sich das Konzept einer „Taschengeldbörse“ in Waltrop umsetzen ließe. Der stellvertretende Vorsitzende des Beirats, Jürgen Koch, hat sich darüber informiert. Er hat festgestellt, dass das Konzept in mehreren Städten im Umkreis, zum Beispiel in Olfen und Gladbeck, bereits erfolgreich eingeführt wurde.

So funktioniert die Taschengeldbörse

Eine Taschengeldbörse funktioniert so: Senioren können sich dort melden und ihren Bedarf anmelden. Das könnte zum Beispiel Gartenarbeit sein, genauso wie Vorlesen, spazieren gehen oder mit dem Smartphone oder Computer helfen. Auf der anderen Seite sind die Schüler, die sich ihr Taschengeld aufbessern wollen und für kleine Hilfstätigkeiten finanziell bedacht werden.

Sicherheit gewährleisten

Die Jugendlichen können ebenfalls angeben, inwiefern sie sich vorstellen können, die älteren Menschen mit ihren besonderen Fähigkeiten zu unterstützen. So macht der eine lieber Gartenarbeit, ein anderer ist sozial interessiert und könnte sich vorstellen, einfach Zeit mit den Senioren zu verbringen. Dabei weisen sowohl Jürgen Koch als auch Beiratsmitglied Norbert Gurske daraufhin, dass besonders auf die Sicherheit der Jugendlichen geachtet werden soll. Die älteren Menschen sollten zum Beispiel durch ein polizeiliches Führungszeugnis ausweisen, dass sie vertrauenswürdig sind.

Wer koordiniert die Taschengeldbörse?

Nun bleibt in Waltrop noch die Frage zu klären, wer sich am Ende um die Koordination dieser Börse kümmern könnte. Der Seniorenbeirat sprach sich dafür aus, dass diese Arbeit für das Gremium zu viel sei. Koch berichtete, dass ein Raum mit Sprechzeiten gebraucht werde, der regelmäßig besetzt sei. Eine Möglichkeit wäre, es erst im Kleinen im versuchen, zum Beispiel beim Integratives Quartiersmanagement . Zudem ist Jürgen Koch bereits mit der Idee an das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) herangetreten und warf in den Raum, dass sich die jungen Leute um die Organisation kümmern könnten. Dem stellte sich Axel Heimsath (SPD) vehement entgegen. Er habe Angst, dass das Kinder- und Jugendparlament mit noch einer zusätzlichen Aufgabe irgendwann überfordert wäre.

Junge Leute sind begeistert

Auch das Kinder- und Jugendparlament ist begeistert. „Es gab es vorher schon, drei Leute, die gesagt haben, dass sie gerne sowas machen möchten“, sagt Cihat Sengül, Vorsitzender des KiJuPa. Ob sie allerdings die Koordination übernehmen könnten, müsse der Vorstand noch besprechen. Eine Kooperation mit dem Seniorenbeirat in dieser Sache kann er sich allerdings sehr gut vorstellen, sagt Sengül.

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