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Andreas Zettler, Geschäftsführer der Firma Ballistol, präsentiert ein Pfefferspray. Der Hersteller für Verteidigungssprays, kommt der rasant gestiegenen Nachfrage kaum nach.

Überfälle in der Innenstadt

So schützen Sie sich vor Angreifern

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WALTROP - Raubüberfälle haben sich in den vergangenen Wochen in Waltrop gehäuft. Die Waltroper Zeitung hat bei der Polizei nachgefragt, welche Art der Verteidigung am besten wirkt.

Ein Raubüberfall in der Silvesternacht auf der Bahnhofstraße, eine Attacke auf ein Pärchen kurz zuvor an der Isbruchstraße und weitere ähnliche Vorfälle in den vergangenen Wochen in der Innenstadt – gewalttätige Übergriffe im Zentrum der Stadt häufen sich momentan.Täter wurden bisher nicht ermittelt.

Zusammenhänge zwischen Taten geprüft

Natürlich prüfe seine Behörde routinemäßig Zusammenhänge zwischen den einzelnen Taten, sagt Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber auf Anfrage. Offensichtliche Verbindungen, die etwa darauf schließen lassen würden, dass hier eine Bande am Werk sei, gebe es aber nicht. Auch die vorliegenden Täterbeschreibungen seien unterschiedlich, wenngleich die Beschreibungen angesichts der Ausnahmesituation, in der sich die Opfer befanden, natürlich ungenau sein könnten.

Wie man sich schützen kann

Was sollte man tun, wenn man gewaltsam angegangen wird? „Am besten durch lautes Rufen auf sich aufmerksam machen“, rät Wilming-Weber. Dringend abraten würde er hingegen davon, Pfefferspray oder andere Waffen einzusetzen, denn das hat gleich mehrere Nachteile: Wenn es zum Beispiel zu einem Handgemenge kommt, kann der Angegriffene sich damit sogar selbst verletzten. „Und zunächst einmal ist der Einsatz von Pfefferspray eine Körperverletzung“, erinnert der Polizeisprecher. Das müsse im Einzelnen dann gegen das Recht auf Notwehr abgewogen werden, aber ganz ohne Risiko ist der Einsatz eines solchen Sprays eben auch in dieser Hinsicht nicht. Zudem gibt es gesetzliche Bestimmungen: Fürs Mitführen von Pfefferspray, das gegen Menschen eingesetzt werden soll, gilt ein Mindestalter von 14 Jahren. Der enthaltene Reizstoff muss zudem als gesundheitlich unbedenklich zugelassen worden sein. Außerdem muss das Spray ein Prüfzeichen tragen. Die Polizei setzt selbst auch Pfefferspray ein, „aber unsere Kollegen sind darin eben auch geübt und wissen, wann das angebracht ist“, so Wilming-Weber.

Handtaschen-Alarmgeräte

Nicht so kritisch sieht die Polizei so genannte Handtaschen-Alarmgeräte, die etwa durch Ziehen einer Schlaufe einen schrillen Ton auslösen, so im Idealfall den Angreifer verschrecken und zugleich wie ein Hilferuf des Angegriffenen wirken. Und ansonsten helfen der Polizei natürlich immer möglichst genaue Angaben zu den Tätern: Aussehen, Kleidung, Fluchtrichtung. Auch Zeugen werden dringend gebeten, sich zu melden.

Hinweise in allen Fällen werden erbeten an die Polizei (kostenfrei unter): 08 00/ 2 36 11 11.

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