Überfälle auf Zigarettenlieferanten

Tobaccoland-Prozess geht zum BGH

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Waltrop - Die Urteile gegen die drei führenden Köpfe der „Tobaccoland-Bande“, die im Januar 2018 auch in Waltrop zugeschlagen hatte, sind noch nicht das letzte Wort. Das Trio wehrt sich gegen die empfindlichen Haftstrafen und hat Revision gegen die Urteile eingelegt. Damit gehen die Akten zum Bundesgerichtshof (BGH).

Wie berichtet, hatte das Bochumer Landgericht die Rädelsführer (25, 27 und 22) der Räuberbande am 12. Oktober 2018 zu acht, sieben beziehungsweise sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Trio hatte zugegeben, reihenweise deckungsgleiche, bewaffnete Überfälle auf Zigarettenlieferanten verübt zu haben. Am 2. Januar 2018 gegen 5.10 Uhr hatten mehrere Bandenmitglieder einem späteren Opfer auf der Begonienstraße aufgelauert. Der Waltroper wurde attackiert, zu Boden geschlagen, in den Schwitzkasten genommen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Die Täter erbeuteten hier 10.000 Euro.

Chef im Hintergrund

Der Chef der Bande war seinerzeit Tourenleiter bei der Firma „Tobaccoland“ gewesen, hatte Insiderwissen, kannte Schichtpläne und Wohnorte der Fahrer. Bei den Überfällen blieb der „Chef“ meist im Hintergrund und wartete im protzigen Fluchtwagen.

Ergebnis frühestens im Herbst

Drei weitere verurteilte Mitglieder (19, 25, 27) der Bande haben ihre Verurteilungen akzeptiert. Die Urteile gegen die drei Rädelsführer sind dagegen durch die Revisionen nicht rechtskräftig. Mit einem Ergebnis in der Revisions-Frage ist voraussichtlich frühestens im Herbst 2019 zu rechnen.

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