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Der Hirsch hat Draht im Geweih. Dieses Foto gelang Christiane Westhoff.

Untersuchung des weißen Hirschs

Hege-Abschuss war gerechtfertigt

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Waltrop - Das abschließende Urteil der Unteren Jagdbehörde steht fest: „Tierschutzrechtlich war der Hege-Abschuss gerechtfertigt.“ Das teilte Jochem Manz, Sprecher des Kreises Recklinghausen, am Mittwoch mit. Die Nachricht vom Abschuss des weißen Hirschs am vergangenen Mittwoch hatte für viel Kritik unserer Online-Leser gesorgt.

Es stand die Frage im Raum, ob das ungewöhnliche Tier, das Bürger zuvor mehrfach gesichtet hatten, wirklich sterben musste. Und ob der Abschuss in der Schonzeit überhaupt erlaubt war. Die Untere Jagdbehörde, die beim Kreis angesiedelt ist, hat die Umstände des Hirsch-Todes untersucht und ist nach einem Vor-Ort-Termin und der Sichtung mehrerer Fotos zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen. Manz begründet: „Der Hirsch hatte Draht im Geweih. Der Draht hing auch am Körper herunter. Die Gefahr, dass sich der Hirsch selbst stranguliert hätte, wenn er durch Gebüsche geht, war zu hoch.“ So erfolgte der Hege-Abschuss, „um dem Wild vermeidbare Schmerzen oder Leid zu ersparen“, begründet Manz. Ein Hege-Abschuss ist auch in der Schonzeit erlaubt.

Nicht ganz einwandfreier Meldeweg

Nicht ganz einwandfrei sei indes der Meldeweg gewesen. So hätte der Jäger den Abschuss laut Landesjagdrecht (§24) „unverzüglich der Unteren Jagdbehörde mitteilen müssen“, sagt Jochem Manz. Das sei nicht geschehen, sondern erst mit Zeitverzögerung. Daher werde man nun noch einmal eine Anhörung anberaumen, um diesen Punkt zu klären.

Fleisch wurde entsorgt

Das Fleisch des Tieres musste auf Anordnung der Behörde entsorgt werden. Weil der Hirsch schon aufgebrochen war, als ihn der Veterinär in Augenschein nehmen wollte, und bestimmte Fleischteile bereits fehlten, sei eine Untersuchung des Fleisches nicht mehr möglich gewesen, so Jochem Manz. Die wäre nötig gewesen um festzustellen, ob es zum Verzehr geeignet war.

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