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Insgesamt fast 100 Interessierte hatten sich im Großen Sitzungssaal des Rathauses eingefunden, um an der Info-Veranstaltung zum „Gemeinsamen Wohnen“ teilzunehmen.

Waldstadion

Mancher kam mit falscher Erwartung ins Rathaus

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Waltrop - Geladen hatte die Stadtverwaltung zu einer Informationsveranstaltung zu einem speziellen Wohnprojekt „Gemeinsam Wohnen“ auf der Fläche des ehemaligen Waldstadions. Gekommen waren viele Besucher allerdings offenbar, um generelle Infos rund um das künftige Baugebiet zu erhalten. Aber darum ging es bei dieser Veranstaltung nicht.

Vielmehr ist vorgesehen, die Bürger von Anfang an einzubinden bei einem Teil-Projekt für die Fläche. „Gemeinsames Wohnen“ – darunter ist vieles zu fassen. Einige Varianten stellten Fachleute am Donnerstagabend vor. Helmut Butz und Jürgen Schulte-Heinrich zum Beispiel wohnen im Generations-Wohn-Projekt am Stutenteich. Sie und Architekt und Investor Dirk Neugebauer skizzierten, wie das Haus zu dem wurde, was es ist – und welche Schwierigkeiten unterwegs aufkamen. Typisch für derartige Projekte ist etwa, dass die späteren Bewohner in der Planungs- und Bauphase bereits mit entscheiden dürfen. Aber das hat auch Grenzen: „In den rund 20 Wohnungen am Stutenteich sind ungefähr 35 Toiletten verbaut, und wenn es nach den Bewohnern gegangen wäre, hätten die auch 35 unterschiedliche Sitzhöhen“, erzählte Neugebauer und erntete dafür eine Menge Schmunzler.

Noch nichts in Stein gemeißelt

Fakt ist, dass zum neuen Projekt noch nichts in Stein gemeißelt ist: Weder steht fest, wie viele Wohneinheiten entstehen sollen noch wer der Investor sein wird noch welche Personen-Gruppen überhaupt dort einziehen sollen – ob die Bewohnerschaft älter sein wird oder generationengemischt.

Es brauche jedenfalls „Menschen, die den Prozess mitgehen“, unterstrich Birgit Pohlmann. Sie hat bereits die Entstehung des Projekts am Stutenteich begleitet und moderierte die Info-Veranstaltung am Donnerstag. Dieser Prozess sei häufig zugleich „spannend, anstrengend und nervig“, aber am Ende komme meist etwas dabei heraus, auf das alle Beteiligten stolz seien.

Planungsbeginn im Frühjahr

Planungsbeginn für das Gelände rund um das Waldstadion werde im Frühjahr sein, hatte Stadtplaner Andreas Scheiba zu Beginn der Veranstaltung erklärt. Gutachten zu Fauna und Boden liegen bereits vor, und geplant sei, in diesem Jahr noch den Bebauungsplan aufzustellen und dann im nächsten Jahr mit der Erschließung zu beginnen. Möglicherweise könnten parallel zur Erschließung auch schon die ersten Hochbau-Arbeiten starten, so Scheiba. Fest steht auch, dass auf dem Gelände der neue Kindergarten entstehen soll.

Wer interessiert ist am Projekt des Gemeinsamen Wohnens, aber beim ersten Termin keine Zeit hatte, kann sich beim Bereich Stadtplanung der Stadtverwaltung melden. Ein zweites Treffen ist bereits in Planung.

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