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Waltrop boomt

Die Immobilienpreise gehen durch die Decke

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Waltrop - Der Gutachterausschuss des Kreises hat neueste Zahlen vorgelegt. Seine Erkenntnis: Nicht nur Bauplätze steigen in Waltrop im Wert. So ziemlich alle Immobilienpreise klettern und klettern und klettern...

Wer in Waltrop bauen will, hat es weiterhin nicht leicht: Nicht nur die abnehmende Zahl verfügbarer Grundstücke (18 statt im Vorjahr 135), auch die steigenden Kaufpreise machen es den Bauwilligen schwer. Das geht aus dem Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Recklinghausen hervor. Christoph Warmbrunn vom Gutachterausschuss berichtet, dass 303 Kaufverträge aus dem Jahr 2018 ausgewertet wurden. Das waren knapp 90 weniger als im Vorjahr, in dem 135 Grundstücke im Baugebiet „Großer Kamp“ veräußert wurden. Der Geldumsatz ist jedoch trotzdem von 56,4 auf 75,7 Millionen Euro gestiegen. „Das kann auch am Verkauf teurerer Einzel-Immobilien liegen“, sagt Christoph Warmbrunn.

Kaufpreis hat sich fast verdoppelt

Mit 58 Eigentumswohnungen wurden fünf weniger verkauft als im Vorjahr. Der Geldumsatz lag mit 7,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert mit 9,5 Millionen Euro. Besonders auffällig: Der Kaufpreis einer Eigentumswohnung ist innerhalb von zehn Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen und allein um etwa zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr (siehe Grafik), hat Christoph Warmbrunn ausgewertet. 65 Prozent der Käufer der Eigentumswohnungen und Ein- beziehungsweise Zweifamilienhäuser kommen aus Waltrop. 22 Prozent stammen aus den umliegenden Gemeinden (wie beispielsweise Datteln, Lünen, Dortmund und Olfen) und 13 Prozent sind ortsfremd.

Viele kommen von auswärts

71 Ein- und Zweifamilienhäuser, vier weniger als im Vorjahr, wurden 2018 in Waltrop verkauft. Der Geldumsatz stieg um 1,3 Millionen auf 18,4 Millionen Euro. Die Kaufpreise sind in den letzten zehn Jahren um mehr als 30 Prozent gestiegen. Ein Grund seien die niedrigen Zinsen, so Warmbrunn. Bei den 18 verkauften Bauplätzen kamen nur rund 20 Prozent der Käufer aus Waltrop, dafür aber 65 Prozent aus den umliegenden Gemeinden und 15 Prozent aus noch weiter entfernten Regionen. Das liege laut Christoph Warmbrunn vor allem daran, dass viele Dortmunder dort bauten. Auch die gute Anbindung zur Autobahn – Altenbruch, Großer Kamp z.B. – sei ein Standortvorteil.

Der Verkauf von rund 500 Bauplätzen in den vergangenen zehn Jahren sei eine „sehr, sehr hohe Zahl für eine Stadt wie Waltrop“, sagt Christoph Warmbrunn. Das zeige, dass die Stadt sehr aktiv sei, neue Baugebiete erschließe und so junge Familien und somit Steuerzahler locke. Ein Interview mit der Waltroper Immobilienmaklerin Silke Duis zur Markt-Situation in Waltrop lesen Sie am Freitag, 5. April, in der WZ.

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