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Sieht so ein zufällig aufgeribbelter Brief aus? Die Post glaubt das jedenfalls.

Post nimmt Stellung

Geöffneter Brief im Briefkasten: Erinnerungen an "Weihnachtspost-Skandal" werden wach

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Als sie ihren Briefkasten leerte, machte unsere Leserin eine böse Entdeckung. Der Brief, den sie vorfand, war bereits geöffnet worden - seitlich. In Waltrop werden Erinnerungen wach.

Wieder scheint es Unregelmäßigkeiten mit Postsendungen zu geben. Diesmal geht es um einen Brief, der den Krusenhof in Waltrop als Zieladresse hatte. Als ihn unsere Leserin aus dem Briefkasten nahm, war er an der Seite bereits geöffnet. "Vermutlich mit einem sehr scharfen Gegenstand aufgeschnitten“, glaubt die Empfängerin.

Ein Brief war trocken, einer nass

Besonders verdächtig macht das Ganze der Umstand, dass ausgerechnet dieser Brief mit bunter Schrift beschrieben war. Der Inhalt nicht von typisch-offizieller Natur - aber eben auch nicht wertvoll. Noch verdächtiger: Ein zweiter Brief mit offiziellem Charakter, der zeitgleich in ihren Postkasten geworfen wurde, war unbeschädigt. 

Sieht so ein zufällig aufgeribbelter Brief aus? Die Post glaubt das jedenfalls.

Dem Postboten war nichts aufgefallen

Unsere Leserin (Name der Redaktion bekannt) fragte bei ihrem Postboten nach, ein „sehr freundlicher und zuverlässiger Mann“, betont sie. „Ich wollte wissen, ob ihm vielleicht aufgefallen ist, dass ein Brief geöffnet war.“ Doch Fehlanzeige. Ihm sei nichts aufgefallen. „Der Herr ist wirklich ein Schatz“, sagt die Frau und möchte betont wissen, dass sie keinerlei Verdacht gegen ihn hegt. 

Post glaubt an Aufweich-Effekt

Unsere Redaktion hat die Post um Stellungnahme gebeten. Dort kommt man zu einer anderen Bewertung. Vermutlich, so teilt es Unternehmenssprecherin Britta Töllner mit, sei der Brief durch den Starkregen an der Seite aufgeweicht und durch mehrfaches Handling regelrecht aufgeribbelt worden. „Wir bitten, dies zu entschuldigen.“ In der Tat war der geöffnete Brief nass, sagt unsere Leserin. Ob dadurch allerdings eine saubere Schnittkante zu erklären ist?

Erinnerungen an den Weihnachtspost-Skandal

Rückblick: Ende 2014 waren in Waltrop schon einmal Briefe verschwunden. Es ging um Weihnachtspost. 

Britta Töllner rät unterdessen, den Kundenservice bei Problemen anzurufen (Tel. 0228/4333112). Dort würde man das Anliegen weiterleiten. Die Post unterhält zum Beispiel eine Security-Abteilung. Der Weihnachtsbrief-Skandal war etwa durch eine Post-eigene Observierungsaktion aufgeklärt worden

Immer wieder gibt es in Waltrop ärger um verschwundene Post. Die letzte Beschwerde-Welle gab es Ende 2018/ Anfang 2019. 

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