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Ist nur Bares noch Wahres? Die Niedrigzinsphase hält an.

Bilanz für 2019

Niedrigzinsen - wie die Sparkassen-Kunden in Waltrop reagieren

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Seit mittlerweile sieben Jahren dominiert die Niedrigzinsphase das Geschäft der Geldinsitute. Wie wirkte sich das 2019 bei der Sparkasse Waltrop aus?

  • Die Niedringzinsen bestimen auch das Geschäft der Sparkasse in Waltrop
  • Das Insitut ist dennoch zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2019
  • Wertpapiere als Alternative zum Anlegen des Geldes auf dem Konto

"Die Marktsituation ist schwierig“ – eine Aussage, die im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Sparkasse Vest in Waltrop wenig überrascht. Seit mittlerweile sieben Jahren dominiert die Niedrigzinsphase das Geschäft. Daran haben alle Geldinstitute zu knabbern. In Waltrop ist die Sparkasse dennoch zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019. Vor allem die Entwicklung im Bereich der Wertpapiere hat stark zugelegt. Gerald Hövener, in Waltrop für die Privatkunden verantwortlich, hat ein Plus von zwölf Prozent bei den Wertpapierbeständen notiert. Bei den Käufen gab es einen Anstieg von 33,3 Prozent. Für Marktbereichs-Direktor Erich Holzinger hängt diese Entwicklung direkt mit den anhaltenden Niedrigzinsen zusammen. „Immer mehr Menschen finden sich wohl oder übel damit ab, dass das ein Dauerzustand ist“, sagt er. Wertpapiere seien eine „renditefähige Alternative anstelle der Anlage auf Konten“. 

Trendwende auch in Waltrop nicht in Sicht

Zumal: Dass die Zinsen auf absehbare Zeit wieder steigen könnten, sieht der Waltroper Sparkassen-Chef nicht. Frühestens in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts – so ist aktuell die Prognose der führenden Finanzexperten – könnte sich die Situation wieder ändern. Abgefunden mit der Niedrigzinsphase hat man sich derweil nicht nur bei der Sparkasse, auch die Kunden haben sich längst darauf eingestellt. „Inzwischen überrascht das niemanden mehr“, sagt Uwe Schniederjan, verantwortlich für die Geschäftskunden. Auch in seinem Bereich kann er einen Wachstum von rund 2,5 Prozent vermelden. Darlehenszusagen über insgesamt rund 30 Millionen Euro hat die Sparkasse Waltrop im vergangenen Jahr an Privatkunden und an vor Ort betreute Geschäftskunden gegeben. Damit liege man in einem „zufriedenstellenden Bereich“, sagt Schniederjan.

"Explosionsartige Preisentwicklung" bei Waltroper Immobilien

 Nach wie vor explosionsartig nach oben geht die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt in Waltrop. 20 Wohnungs- und Hauskäufe hat die Sparkasse 2019 abgewickelt. Dank der niedrigen Zinsen sparen Käufer, die ein Darlehen aufnehmen, hier zwar eine erhebliche Summe. Doch es gibt eine Kehrseite: „Die Ersparnis beim Zins wird wieder aufgefressen von den hohen Verkaufspreisen“, sagt Erich Holzinger. Übrigens: Die Sparkasse ist auch einer der größten Spender in Waltrop. Im vergangenen Jahr hat das Geldinstitut 90.000 Euro verteilt.

Natürlich bewegt sich auch die Volksbank Waltrop im selben Marktumfeld.  Sie fusioniert mit der Volksbank Dortmund, auch die Volksbank Ruhr Mitte peilt eine Großfusion an.  Angesichts möglicher Minuszinsen Geld im Schließfach aufbewahren? Keine gute Idee, sagt die Volksbank. 

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