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Engagieren sich für die Wählergemeinschaft Waltroper Aufbruch (v.li.): Andreas Walgenbach, Michael Baumeister, Dorothee Schomberg, Bernd Schäfer und Michael Finke.

Waltroper Aufbruch wird 25

Kampf für die Rieselfelder ist der Markenkern

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WALTROP - Kampf gegen die Industrialisierung der Rieselfelder – diese Aussage gehört seit jeher zum Markenkern des Waltroper Aufbruchs. Dorothee Schomberg, heute Fraktionsvorsitzende der Wählerinitiative im Stadtrat, erinnert sich, dass sich vor einem Vierteljahrhundert keine der etablierten Parteien in Waltrop darauf einlassen wollte, sich dazu im Wahlprogramm zu bekennen. „Wir haben alle gefragt“, sagt Schomberg. Ohne Erfolg. Also besetzte man selbst diese Position, die sonst im politischen Raum nicht vertreten war.

Mit beachtlichem Erfolg: Bei jeder Kommunalwahl hat es der WA seit seiner Gründung in den Stadtrat geschafft, mit mindestens zwei, einmal sogar mit drei Leuten. Dorothee Schomberg war anfangs noch nicht dabei, die ersten Ratsvertreter waren Helmut Wiertalla – den damals 47 Jahre alten Diplom-Ingenieur hatte die Wählerinitiative bei einer Versammlung im Hotel Kranefoer einstimmig zu ihrem Vorsitzenden gewählt – und Michael Baumeister.

Nicht nur das eine Thema

26 stimmberechtigte Mitglieder waren bei der Wahlversammlung dabei, berichtete die WZ damals. Doch der WA ist keine Ein-Thema-Initiative. Dorothee Schomberg listet einige weitere Themen auf: „Gleich zu Beginn haben wir an einer Verkleinerung des Rates mitgewirkt, um so die Kosten zu verringern.“ Besonders in Person von Helmut Wiertalla arbeitete sich die Wählerinitiative auch stets in die städtischen Haushalte ein – und mahnte immer wieder Sparsamkeit an. Die Gründung einer eigenen Stadtentwicklungsgesellschaft hat ebenfalls der Aufbruch angeregt, damit durch die Entwicklung und Vermarktung von Grundstücken weitere Einnahmen erzielt werden können. „Auch steigen dadurch die Grundstückspreise nicht ins Uferlose, was Waltrop auch für Familien attraktiver gestaltet“, erläutert Dorothee Schomberg. Gut an der aktuellen Konstellation im Stadtrat findet sie, dass es keine eindeutigen Mehrheiten gibt, sondern sie von Fall zu Fall gesucht werden müssen.

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