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Großer Bahnhof für eine alte Fahne: Der Bataillons-Vorstand des BSV Waltrop um den Vorsitzenden Ludger Grothus (re.) und das Königspaar Hubert Köster und Anja Kuhnert hat die Fahne an den Heimatverein übergeben.

Wer weiß was?

Ein Fundstück mit unklarer Geschichte

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Waltrop - Lange Zeit lag die alte Fahne der Waltroper Schützen in einem Schrank bei Burbaum versteckt. Nun ist sie wieder aufgetaucht – und „umgezogen“. Ihre Historie ist derweil weitestgehend unbekannt.

Die Zahl 1931 ist eingestickt – vermutlich eine Jahreszahl. Ein altes Stadtwappen auf landschaftlichem Untergrund und der Schriftzug „Bürger-Schützen-Verein Waltrop“ sind ebenso zu sehen – viel mehr ist über die aufwendig hergestellte Fahne der Waltroper Schützen nicht bekannt.

Der General hat sie lange Zeit getragen

Nur, dass sie zuletzt in einem Schrank des Männergesangsvereins bei Burbaum versteckt lag und im Rahmen von Umbauarbeiten nun wieder zum Vorschein gekommen ist. Und, dass General Georg Bertling sie einst als Fahnenoffizier 17 Jahre lang mit Stolz trug, daran erinnert sich „Schorsch“ bei der Übergabe der Fahne ans Heimatmuseum ganz genau.

Was es sonst noch auf sich hat mit der prunkvollen Fahne, wann sie hergestellt wurde oder warum genau die Zahl 1931 auf ihr eingestickt ist – all des wissen weder die Schützen noch die Stadt-Historiker des Heimatvereins. War 1931 etwa ein Jubiläumsjahr der Waltroper Schützen? Nein. Ist es womöglich das Herstellungsdatum der Fahne? Auch eher unwahrscheinlich. Aber Norbert Frey, Vorsitzender des Heimatvereins, kündigte an, „ein bisschen forschen“ zu wollen, was es mit der Fahne auf sich hat. Fest steht, dass sie einen Ehrenplatz im Heimatmuseum bekommen wird – in der Schützen-Ecke.

Der Schießkeller wäre eine zweite Option

Auch Ludger Grothus, Vorsitzender des BSV Waltrop, ist froh, dass die Fahne nun einen würdigen Ort gefunden hat. Denn die Alternative zum Heimatmuseum wäre eine „Einlagerung im Schießkeller“ gewesen, wie Grothus sagt. Und auch, wenn die alte Fahne nach all der Zeit ein paar Gebrauchsspuren hat und eigentlich nicht mehr gebraucht wird von den Schützen, die längst ein neueres Modell ihr Eigen nennen; wegschmeißen kam für die Grünröcke nicht infrage.

„Eine gute Entscheidung“, lobt Norbert Frey nochmals. Denn nun hat das Museum ein weiteres Exponat, das die Erinnerungen an Waltrops vielfältiger Geschichte aufrecht hält. Und dazu gehört eben auch der Bürgerschützenverein Waltrop 1550 e.V...

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